Gesprächsbedarf bei BAs

Wirbel um die „Erdbeerwiese“ – Vereine lehnen Bauseweinallee als Schulstandort ab

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Franziska Miroschnikoff, Angelika Schervier und Andreas Ellmaier (v.li.) kämpfen für die „Erdbeerwiese“. 

In Obermenzing formiert sich Widerstand gegen die Pläne der Stadt, die Wiese an der Bauseweinallee und der Weinschenkstraße zu bebauen.

Ober-/Untermenzing – Der Verein der Freunde Obermenzings unter dem Vorsitz von Franziska Miroschnikoff und der dortige Grünflächenverein unter der Leitung von Andreas Ellmaier haben bereits eine Unterschriftenaktion angekündigt. „Die Erdbeerwiese muss als Frischluftschneise erhalten werden“, sagt Ellmaier. Er will „diese letzte große Frei- und Grünfläche stattdessen zu einem Erholungspark für Ober- und Untermenzing weiterentwickeln“. 

Wie berichtet, ist die Fläche als Standort für einen Neubau der Carl-Spitzweg-Realschule plus Sport- und Schwimmhalle im Gespräch. Zudem ist angedacht, auf dem angrenzenden Gelände des SV Untermenzing an der Von-Kahr-Straße eine neue Feuerwache für den Münchner Westen zu errichten und dafür Sportvereinsflächen auf besagter Wiese zu schaffen. „Für eine Feuerwache gibt es genügend andere Standorte, zum Beispiel an der Mühlangerstraße oder bei der Paulaner Brauerei“, findet Ellmaier. „Der Schulbaubedarf in Allach-Untermenzing ist unbestritten. Aber er soll wohnortnah in Allach-Untermenzing gedeckt werden“, ergänzt Miroschnikoff und weist auf das Schulgelände an der Franz-Nißl-Straße hin. 

In den betroffenen BAs 21 und 23 nimmt die Diskussion gerade Fahrt auf

Anlass: eine Beschlussvorlage für den Planungsausschuss des Stadtrats am Mittwoch, 5. Februar. Sie umfasst Prüfungs- und Bearbeitungsaufträge für sieben verschiedene Standorte im Rahmen der Schulbauoffensive in der ganzen Stadt. Der Unterausschuss Planung des BA 21 hat die gesamte Vorlage jüngst abgelehnt. Die Vollversammlung des BA Pasing-Obermenzing befasste sich diese Woche nach Redaktionsschluss mit dem Thema. 

Die einstimmige Empfehlung des Unterausschusses: 

„Wir fordern eine neue Planung für Schule und Feuerwache“, so der Vorsitzende und CSU-Stadtrat Sven Wackermann. Sein Ziel: der Erhalt der Grünfläche auf Obermenzinger Markung. Seine Stadtratskollegin und Viertel-Chefin Heike Kainz aus Allach-Untermenzing sagt: „Das zu prüfen, ist in Ordnung, aber es müssen alle Interessen abgewogen werden.“ Sie möchte den Standort Bausewein­allee bei der Stadtratsberatung am 5. Februar ausklammern und vertagen. „Hier ist noch grundlegender Beratungsbedarf da. Die BAs sollten sich bei einem so wichtigen Thema nicht zerstreiten“, so Kainz.

ul

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