Kraft aus der Würm

Turbine und Fischpass für Anlage in Obermenzing genehmigt

Der Bereich der einstigen Mühle aus dem späten 14. Jahrhundert ist Teil des historischen Dorfes. Zum Schutz möglicher Bodendenkmäler finden die Arbeiten unter archäologischer Begleitung statt.
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Der Bereich der einstigen Mühle aus dem späten 14. Jahrhundert ist Teil des historischen Dorfes. Zum Schutz möglicher Bodendenkmäler finden die Arbeiten unter archäologischer Begleitung statt.

Nach langen Diskussionen im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing um das Wasserkraftwerk an der Würm (Hallo berichtete), steht das Projekt nun in den Startlöchern.

  • Nach Streit nun Genehmigung der privaten Wasserkraftanlage
  • Die bevorstehenden Bauarbeiten
  • Welche Vorteile bringt die neue Anlage?

Obermenzing: Der Bau einer privaten Wasserkraftanlage an der Würm beim Hotel „Schleuse“ am Zehentstadelweg 12 wurde jetzt von den Behörden genehmigt. Teil der Planung ist ein sogenannter Fischpass östlich der Würm (Hallo berichtete). Er wird den Tieren das Umschwimmen des Kraftwerks ermöglichen. Der Genehmigungsbescheid und die dazugehörigen Unterlagen liegen noch bis Montag, 23. März, im Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) an der Bayerstraße 28a öffentlich aus. 

Mit dem Freiräumen der Fläche wurde bereits begonnen. Zwölf Bäume, die der Anlage weichen müssen, werden nachgepflanzt. Das wurde im BA Pasing-Obermenzing jetzt zustimmend zur Kenntnis genommen. Weitere Schritte sind unter anderem das Anlegen einer Baustraße und einer Behelfsbrücke sowie der Bau der Fischaufstiegsanlage im Schutz der bestehenden rechtsseitigen Ufermauer. 

Während der Bauarbeiten wird die Würm über den späteren Fischpass umgeleitet. Die neue Turbine soll eine elektrische Leistung von 70 Kilowatt und eine Jahresleistung von 400 000 Kilowattstunden liefern. Zudem sei sie leiser als der zwei Meter hohe Sohlabsturz, den es jetzt dort gibt. Das erklärte der Bauherr bei der Vorstellung der Pläne vor über drei Jahren im BA. Seitdem wurde das Projekt geprüft.

Der Bereich der einstigen Mühle aus dem späten 14. Jahrhundert ist Teil des historischen Dorfes. Zum Schutz möglicher Bodendenkmäler finden die Arbeiten unter archäologischer Begleitung statt.

Alle Infos bis zur aktuellen Genehmigung lesen Sie hier.

ul

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