14-Jährige kreiert neues Logo für Realschule 

Für das „Wir-Gefühl“ – Wie Realschüler die Zukunft im kommenden Campus mitgestalten

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Die Schülerinnen Thalia Pereira Lörch, Freia Seifert, Alekxandra Valentina von Rogoschin de Brito und Giulia Binner (v. li.) präsentieren stolz das neue Logo, welches auch Sabine Haberfelner, Barbara Weber und Stefan Binner vom Elternbeirat überzeugt.

Neuanfang an der Grandlstraße. Was das neue Schulzentrum Obermenzing bietet, warum das „Wir-Gefühl“ in den vergangenen Jahren so gelitten hat und was die Schüler planen...

Obermenzing – Mit der Fertigstellung der um- und neugebauten Realschule an der Blutenburg wird im Frühjahr das Schul­­­zen­trum Obermenzing an der Grandl­straße vollendet. Das ist nicht nur der Abschluss einer rund sechsjährigen Großbaustelle. Für die 450 Schüler der 17 Realschul-Klassen bedeutet der bevorstehende Umzug ganz aktuell auch die Chance auf eine völlig neue Schulgemeinschaft. „Wir freuen uns mega darauf, in die neue Schule zu kommen. Dann sind wir alle unter einem Dach und haben viel mehr Platz“, sagt Giulia Binner. 

Wie Freia Seifert und Thalia Pereira Lörch ist sie Lernhaussprecherin dort. An Räumen und Gelegenheiten für gemeinsame Aktivitäten fehlt es den Realschülern nämlich in der Containeranlage, in der sie seit 2017 untergebracht sind. „Wir haben drei Lernhäuser, und jedes hat sein Eigenleben“, erklärt Freia Seifert. „Man kennt sich gar nicht untereinander“, bedauert sie und will zusammen mit ihren Mitstreitern aus dem Schülerparlament und dem Elternbeirat etwas für das „Wir-Gefühl“ ihrer Schule unternehmen. 

Der erste Schritt ist ein neues Schullogo, das von Jugendlichen selbst entworfen und ausgewählt wurde. „Die Schüler sollen mit einem positiven Gefühl in die neue Schule einziehen“, fasst Stefan Binner zusammen. Er ist Vorsitzender des Elternbeirats, der den Logowettbewerb angeregt hat. Aus rund 80 Einsendungen wählten die Schüler jetzt den Entwurf von Alekxandra Valentina von Rogoschin de Brito zum Sieger. Die 14-Jährige aus Pasing hat mit Symbolen wie Pinsel und Lineal die Schwerpunkte aller drei Lernhäuser mit der stilisierten Blutenburg kombiniert und damit offenbar den Geschmack ihrer Mitschüler voll getroffen. 

„Das macht mich stolz“, sagt sie. „Alle sind dafür gewesen. Das bringt uns ein Stück näher zur Schulgemeinschaft“, betont Thalia Pereira Lörch. Sie und die anderen Sprecherinnen planen schon die nächsten Projekte. „Ein gemeinsames Motto wäre toll“, findet Freia. Und Thalia denkt gerade über eine Faschingsaktion nach.

Das Schulzentrum Obermenzing an der Grandlstraße

Wenn die Realschule an der Blutenburg in den Osterferien in ihren Neubau und den generalsanierten Altbau aus dem Jahr 1912 einzieht, ist das neue Schulzentrum Obermenzing an der Grandlstraße komplett. Die Grundschule (20 Klassen in vier Lernhäusern) hat einen Neubau mit Dreifachsporthalle, die Realschule neue Räume für 18 Klassen, aufgeteilt auf vier Lernhäuser, plus Mensa. 

Damit geht eine fast sechsjährige Bauzeit zu Ende. 2014 startete der erste Bauabschnitt mit dem Abriss der Grundschule, welche von Sommer 2015 bis August 2017 neu errichtet wurde. Abschnitt zwei, die Realschule, begann mit Abrissarbeiten im Oktober 2017. Als Ausweichquartier wurde jeweils eine Pavillonanlage im Durchblickpark genutzt. Diese soll Ende 2021 abgebaut werden und bis dahin gegebenenfalls als Provisorium für andere beengte Schulen dienen. Die Gesamtkosten betragen rund 83,5 Millionen Euro.

ul

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