Bürger sehen rot

Dorfstraße im Stau – Anwohner kämpfen gegen Ampel

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Ein schlechter Standort für eine Ampel, finden Anwohner der Dorf- und Pippinger Straße.

Der Plan der Stadt, in der Pippinger Straße auf Höhe der Dorfstraße eine Ampel zu bauen, führt nach Ansicht der Anwohner  vollends ins Verkehrs-Chaos. 

Obermenzing – Das KVR will an der Pippinger Straße auf Höhe der Einmündung zum Breiter Weg und zur Dorfstraße eine Ampel installieren (Hallo berichtete). 

Dagegen laufen Anwohner vor allem aus der Dorfstraße jetzt Sturm. „Wenn diese Ampel kommt, geht bei uns gar nichts mehr“, warnt Irmgard Eberl und fordert stattdessen: „Die Ampel gehört vor die Musikschule beim Betzenweg. Das wollen Eltern schon seit 25 Jahren.“ 

Hier wünschen sich viele Obermenzinger eine Bedarfsampel. Rund 750 Kinder queren hier jede Woche die Pippinger Straße auf dem Weg zum Musikforum Blutenburg.

Diese Woche wurden beide Standorte bei einem Ortstermin mit BA und KVR begutachtet. Nach Auskunft von Viertel-Chef Romanus Scholz (Grüne) soll über die Ampel in der nächsten BA-Sitzung (Dienstag, 3. Dezember) beraten werden. „Es ist noch nichts entschieden“, versichert er. 

Franz Prüflinger wohnt seit Kindesbeinen im gelben Haus Betzenweg/Pippinger Straße, gegenüber der Musikschule.  Obwohl  er mehr Lärm zu befürchten hätte, wenn eine Bedarfs-Ampel käme, ist er sehr dafür.

KVR-Sprecherin Petra Weber sagt auf Hallo-Anfrage: „Der BA wird sich dann für einen Standort aussprechen. Dies gilt es zunächst abzuwarten.“ 

Gabriele Laschinger aus der Dorfstraße, die schon vor dem aktuellen Ortstermin mit dem KVR im Gespräch war, hat dennoch ein ungutes Gefühl. „Ich habe den Eindruck, das Ding ist seitens der Verantwortlichen schon entschieden.“ Zur jüngsten Sitzung des BA Pasing-Obermenzing hat sie deshalb rund 90 Unterschriften gegen eine Ampel an der Dorfstraße mitgebracht. 

Ein schlechter Standort für eine Ampel, finden Anwohner der Dorf- und Pippinger Straße. Gabriele Laschinger (2.v.li.) sammelte über 90 Unterschriften gegen die geplante Ampel dort.

Der Verkehr dort nehme ständig zu. Ganz aktuell: „Seit man von der Verdistraße nicht mehr links in die Wöhlerstraße abbiegen darf, fahren alle über die Dorfstraße“, betont Laschinger. Noch mehr Stau – erzeugt durch eine Ampel – sei „nicht mehr hinnehmbar“, sagt sie und wartet besorgt auf die nächste BA-Sitzung.

ul

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