Von der Stadt tief enttäuscht

Neuer Ärger um Schleichverkehr vom Ring in Neuhauser Stadtviertel

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Der Schleichverkehr, der durch die Braganzastraße fährt, raubt den Anwohnern den letzten Nerv. 

Der massive Schleichverkehr, der sich täglich vom Mittleren Ring durch die Braganzastraße wälzt, raubt Anwohnern den letzten Nerv. Vergeblich warten sie darauf, dass die Stadt reagiert. 

Neuhausen – Ist die Landshuter Allee Richtung Neuhausen dicht – und das ist sie oft – rollt eine Blechlawine durch die Haneberg-, Johann-Schmaus- und Braganzastraße. Wiederholte Proteste und Lösungsvorschläge seitens der Anwohner und des BA Neuhausen-Nymphenburg (Hallo berichtete) scheinen bisher jedoch zu verhallen. „Da geht gar nichts voran“, ärgerte sich Anlieger Alexander Röser bei der jüngsten BA-Sitzung und berichtete von zwei Unfällen mit Fußgängern und Radfahrern vor kurzem. 

Alexander Röser (2.v.li.) und seine Nachbarn fordern endlich Maßnahmen gegen den zunehmenden Schleichverkehr unter anderem in der Braganzastraße.

Zudem liegen an den betroffenen Straßen unter anderem zahlreiche Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie die Dom-Pedro-Grundschule. Röser: „Es geht um 900 bis 1400 Kinder, die keine Chance haben, sicher über die Straße zu gehen.“ Im BA kann man die Wut der Bürger nachvollziehen. Gudrun Piesczek (CSU), Vorsitzende des Verkehrsausschusses, ist von der Stadt selbst schwer enttäuscht. 

Neben einer Verkehrszählung hat das Gremium schon vor Monaten gefordert, verschiedene Einbahnstraßenregelungen oder eine Barriere in der Johann-Schmaus-Straße als Lösungsmöglichkeiten zu prüfen. „Aber wir kriegen keine Antwort“, klagt Piesczek. 

Im Planungsreferat erklärt man die Wartezeit mit „einer Vielzahl weiterer Aufträge“, die zu bearbeiten seien. Immerhin wurde laut Sprecher Ingo Trömer Ende November eine neue Verkehrszählung gemacht. Er sagt: „Sowohl die Verkehrszählung als auch der Variantenvergleich sind noch nicht ausgewertet. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Zählung von 2019 keine wesentliche Veränderung gegenüber der Zählung von 2015 ergeben hat.“ 

Piesczek kann darüber nur staunen: „Dann war der Verkehrsdruck 2015 schon groß und wir müssen die Angaben von Anfang an hinterfragen.“ Zudem gebe es jetzt mehr Kindertageseinrichtungen im Viertel. „Es besteht nun sofortiger Handlungsbedarf“, betont auch BA-Chefin Anna Hanusch (Grüne).

ul

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