Auf der falschen Spur

Ohne Abstimmung mit BA – Stadt beschließt Pilotprojekt für gemeinsame Rad- und Busspur 

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Der Bus soll in der Wendl-Dietrich-Straße im Abschnitt zwischen Andrée- und Winthirstraße Vorrang bekommen. Wie das genau geregelt werden soll, ist aber noch offen.

Ärger um Verkehrs-Pilotversuch. Die Stadt hat einen  Beschluss für eine kombinierten Rad- und Busspur erlassen. Allerdings ohne den örtlichen Bezirksausschuss miteinzubeziehen. Dies kritisiert dieser heftig...

Neuhausen – Mit einer Busspur auf der Südseite der Wendl-Dietrich-Straße im Abschnitt zwischen Andrée- und Winthirstraße wollen die Stadtwerke Verspätungen auf der Linie 62 reduzieren. 

Der Stadtrat hat dafür schon grünes Licht gegeben, der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg dagegen noch nicht. 

Denn: Das Gremium wurde im Vorfeld des Stadtratsbeschlusses nicht angehört und verlangt vor weiteren Schritten detaillierte Informationen und eine frühzeitige Einbindung. 

Hier soll eine Rad- und Busspur entstehen.

„Es geht hier schließlich um ein sehr wichtiges Thema und um ein Projekt im Herzen unseres Viertels“, betont BA-Chefin Anna Hanusch (Grüne). 

Auf Hallo-Nachfrage erklärt Matthias Korte, Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG): „Die Details müssen erst noch ausgearbeitet werden, auch beim KVR.“ Ziel sei eine Art „kombinierte Rad-/Bus­spur“ und damit ein Pilotversuch für München. 

Ziel sei eine Art „kombinierte Rad-/Busspur“ und damit ein Pilotversuch für München. 

Vier Variationen sind laut Ingo Trömer vom Planungsreferat in der engeren Wahl: „Eine Busspur, auf der auch Radfahrer fahren dürfen oder eine Fahrradspur, auf der auch Busse zugelassen sind, und das jeweils mit oder ohne Erhalt von Parkplätzen.“ 

In der Vorlage für den Stadtrat ist von bis zu 30 Parkplätzen die Rede, die wegfallen könnten. Trömer sagt: „Wir prüfen gerade die verschiedenen Varianten und werden dann gemeinsam mit dem Bezirksausschuss entscheiden, welche umgesetzt werden soll.“ 

Der Bus soll in der Wendl-Dietrich-Straße im Abschnitt zwischen Andrée- und Winthirstraße (s. Grafik li.) Vorrang bekommen. Wie das genau geregelt werden soll, ist aber noch offen.

Darauf legt der BA auch großen Wert. Grundsätzlich begrüßt Anna Hanusch eine Busspur in der Wendl-Dietrich-Straße. „Ich bin für mehr Platz und Vorrang für den ÖPNV, aber nicht auf Kosten der Radfahrer und Fußgänger und auch nicht zu Lasten der Aufenthaltsqualität“, sagt sie.

Eher könne sie auf Parkplätze verzichten. Hanusch bevorzugt eine Variante, „die möglichst schnell und ohne große bauliche Eingriffe umgesetzt werden kann“.

ul

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