MGH-Chef plant Sanierung

Ein Plädoyer für das Unaufgeräumte – So soll das Kreativlabor fit für die Zukunft werden

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Rudolf Boneberger hofft, dass die geplante Containeranlage auf der sogenannten Lamentofläche an der Dachauer Straße bis Herbst steht.

Machen Gebäude auf dem Kreativquartier in der Dachauerstraße sind bis zu 100 Jahre alt. MGH-Chef Boneberger will die Fläche fit für die Zukunft machen - mit dem gleichen Charme.

Neuhausen – Kleine Firmen „hochpäppeln“, bis sie für den freien Immobilienmarkt in München groß und etabliert genug sind – darin sieht Rudolf Boneberger (58) die Hauptaufgabe der Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH), deren Geschäftsführer er seit zwölf Jahren ist. 

Ab sofort ist die MGH auch für das Kreativlabor an der Dachauer und Schwere-­Reiter-Straße zuständig. Dort klemmt sich Boneberger jetzt zuerst dahinter, „die Gebäude unter Beibehaltung der jetzigen Nutzerstruktur sukzessive zu sanieren“. Und: „Bisher befristete Mietverträge werden in unbefristete umgewandelt.“ Auf diesem Teil des Kreativquartiers mit einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern stehen laut Boneberger bis zu 100 Jahre alte Gebäude mit einem „sehr hohen Sanierungsbedarf“. 2020 soll erstmal ein Sanierungsplan erstellt werden, die Maßnahmen erstrecken sich dann über mehrere Jahre. 

Das Kreativlabor soll nichts von seinem Charme verlieren

Wichtig ist dem MGH-Chef dabei, „dass das Kreativlabor von außen wie von innen seinen Charme behält“ und „dass die Mieter zukunftssicher planen und agieren können“. Was energetisch und sicherheitstechnisch nötig sei, müsse gemacht werden. Ansonsten sollen die Bestandsgebäude weitgehend so bleiben wie sie sind. „Für eine lebendige Stadtgesellschaft brauchen wir auch die unaufgeräumten Bereiche“, sagt er. 

Rudolf Boneberger, Geschäftsführer der Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH.

Um die Belegung der Räume und Auswahl der Mieter kümmert sich laut Boneberger weiterhin das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt. Verändern wird sich erstmal vor allem die etwa 5000 Quadratmeter große Lamentofläche. Heuer soll dort eine bunte Containeranlage mit 40 bis 45 Einheiten für Büros, Ateliers und kleine Werkstätten aufgestellt werden. Gleichzeitig startet die Planung für zwei Neubauten auf dem Gelände: einem Ausweichquartier für das Theater Schwere Reiter, dessen bisheriges Domizil saniert werden muss, und einem Festbau mit Arbeitsräumen für die Kreativwirtschaft anstelle der Container. „Bis der Bagger dafür anrückt, vergehen aber noch mehrere Jahre“, weiß Boneberger. 

Sein Ziel: „Wir wollen das Gelände in einen Zustand bringen, der dauerhaft eine zukunftsfähige Nutzung ermöglicht.“ Näheres will die MGH bei einem Infoabend im März auf dem Gelände vorstellen.

ul

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