Viertel stark betroffen

Corona: Mehrere Schulen geschlossen, Seniorentreffpunkte hingegen nicht

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Das Maria-Ward-Gymnasium ist wegen eines bestätigten Coronafalls bis 20. März dicht.

Wohin führt die Corona-Krise? Wie sich der Virus auf Schulen, Vereine und soziale Einrichtungen auswirkt – Die Meinungen im Stadtbezirk variieren.

  • Immer mehr Schulen schließen
  • Lernen von zuhause aus
  • Auswirkungen auf Vereine und soziale Einrichtungen

Neuhausen-Nymphenburg: Tag um Tag steigt die Zahl der Münchner, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Damit werden auch Vorsichtsmaßnahmen wie die Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen (welche Münchner Schulen und Kitas aktuell geschlossen sind, lesen Sie in unserem gesonderten Artikel) ausgedehnt. Im Verhältnis besonders stark betroffen ist derzeit Neuhausen-Nymphenburg. 

Geschlossene Schulen im Stadtbezirk

Bis Redaktionsschluss wurde auf Anweisung des Gesundheits­amts an folgenden Schulen im Stadtteil und Umgebung der Unterricht eingestellt:
Grundschule Südliche Auffahrtsallee (bis 20. März), Maria-Ward-Gymnasium (bis 20. März) und Maria-Ward-Realschule (11. März) sowie im Rupprecht-Gymnasium (20. März). Bis 10. März war auch die Berufsschule Deroy­straße geschlossen. Allein am Maria-Ward-Gymnasium in Nymphenburg sind 900 Schülerinnen und etwa 80 Lehrkräfte betroffen, nachdem eine Schülerin der sechsten Klasse positiv auf Corona getestet wurde. 

Der stellvertretende Schulleiter Robert Kling befürchtet, dass damit die Zeit für die Abi­turvorbereitungen sehr knapp werden dürfte. „Nach den Osterferien starten die Prüfungen“, sagt er. Bis 20. März sollen sich die Schüler der Oberstufe von zuhause aus über die Lernplattform „Mebis“ mit ihrem Lernstoff beschäftigen. Auch für die Unter- und Mittelstufe stünde Unterrichtsmaterial online zur Verfügung. 

Auswirkung auf Vereine und soziale Einrichtungen

Zu spüren sind die Vorsichtsmaßnahmen unter anderem auch beim ESV München in Nymphenburg. Der 8000 Mitglieder starke Sportverein hat Kinder, die von Schulschließungen betroffen sind, sowie deren Familien aufgefordert, bis zum Ende ihrer Quarantäne-Maßnahme keine ESV-Veranstaltungen zu besuchen. Einige Angebote entfallen, so das Training für die Fußball-Jugend der Jahrgänge 2012 bis 2015 (bis 20. März). 

In Alteneinrichtungen wie dem ASZ und dem Seniorentreff Neuhausen läuft der Betrieb bisher dagegen weitgehend ungestört weiter. „Aktuell sagen wir keine Veranstaltungen ab“, so ASZ-Leiterin Christiane Blum. Es würden auch „keine besonderen oder neuen“ Schutzmaßnahmen getroffen. Es gebe dieselben Vorkehrungen wie schon immer: von Infos über das richtige Händewaschen in der Küche und in den WCs bis hin zur Aufforderung, dass Menschen, die krank sind, zuhause bleiben und sich auskurieren sollen. Bei Marion Schwarz vom Seniorentreff Neuhausen rufen zwar zunehmend Nutzer an, um zu fragen, ob Veranstaltungen stattfinden. Doch zum jetzigen Zeitpunkt sieht sie keinen Grund für Absagen oder gar eine Schließung. Aber: „Wenn jemand Sorge hat, soll er besser daheim bleiben.“ 

Alle aktuellen Infos zum Corona-Virus in München lesen Sie hier.

ul

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