Problem: Lochhauser Straße

Neue Wege für mehr Sicherheit – Ampel und Unterführung für Grundschüler gefordert

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Neben der Treppe vom Schubinweg zur Lochhausener Straße soll die Stadt eine Unterführung bauen, damit die Grundschüler sicher über die Hauptverkehrsachse kommen.

Mehrere Eltern sorgen sich wegen der Lochausener Straße um die Sicherheit der Grundschüler. Als Lösung fordern sie jetzt eine neue Ampel und eine neue Unterführung.

Lochhausen – Rasende Autos, rücksichtslose Radler und zu schmale Gehwege – mit diesen Schwierigkeiten sind zahlreiche Lochhausener Grundschüler derzeit konfrontiert. Fünf Mütter wollen das ändern. Sie fordern einen sicheren Schulweg und wollen deshalb eine Unterführung unter der Lochhausener Straße hindurch, eine weitere Ampel und einen Blitzer.

„Die Lochhausener Straße als Hauptverkehrsachse zwischen den beiden Ortsteilen ist ein Problem. Der Verkehr wird immer mehr und die Autofahrer werden immer rücksichtsloser“, sagt Stephanie Cheylan.

Gefahr durch rücksichtslose Raser an der Ampel

Insbesondere an der Ampel an der Aral-Tankstelle, an der viele Grundschüler die Straße überqueren, träten viele aufs Gas, um noch durchfahren zu können. Doch häufig habe die Ampel schon auf Rot umgeschaltet. „Es gab schon viele Beinahe-Unfälle“, sagt Verena Emmerich. 

Eltern fordern andere Möglichkeit, um zur Schule zu kommen

  • Ein Vorschlag ist eine Unterführung, die östlich der Bahnlinie unter der Lochhausener Straße zum Schubinweg führen könnte. Dafür müsste die Stadt westlich des Wiedehopfwegs einen neuen Fußweg am Rande des ehemaligen Bauhofs anlegen. Die Flächen seien größtenteils in Besitz der Stadt.
    Davon würden nicht nur die Schüler profitieren, sondern auch Kinder aus dem Ortskern, die zum Gelände des SV Lochhausen oder in die Aubinger Lohe wollen. „Zudem wäre der Verkehrsfluss morgens durch die Unterführung flüssiger, weil die Schüler nicht mehr über die Ampel müssten“, sagt Katrin Gnandt.
  • Um die Raser dennoch zu bekämpfen, fordern sie zudem einen Blitzer an der Ampel.
  • Eine weitere Idee der Mütter ist es die Schüler, die mit dem Schulbus am Bahnhof ankommen, umzuleiten. Sie sollen nicht mehr die Lochhausener Straße hinauflaufen, denn dort müssen sie sich den schmalen Gehweg mit den bergab rasenden Radlern teilen. „Außerdem kommt immer ein ganzer Pulk an Schülern an, sodass dort ein großes Gedränge herrscht“, sagt Kathrin Gobitz-Pfeifer.

Unübersichtlich durch Hol- und Bringverkehr und Autos auf den Gehweg 

Später geht es über die Schussenrieder Straße weiter, auf der es durch den Hol- und Bringverkehr und auf dem Gehweg fahrenden Autos unübersichtlich ist (Hallo berichtete). Stattdessen sollen die Kinder über die Langwieder Hauptstraße und die Johannes-Tanner-Straße zur Schule gehen. „Dort ist das Verkehrsaufkommen wesentlich geringer und die Fußwegbreite wesentlich größer.“ 

Allerdings fehlt derzeit eine Querungsmöglichkeit über die Langwieder Hauptstraße. Die Mütter fordern deshalb nach der Kreuzung mit der Ranertstraße eine Ampel. Davon würden auch Kinder aus Langwied und dem geplanten Wohngebiet am Osteranger profitieren. Die Stadt will beide Vorschläge prüfen.

Die Eltern sammeln auf www.openpetition.de Unterschriften. Unter dem Stichwort „Sicherer Schulweg Lochhausen“ oder dem Link www.openpetition.de/!lochhausen1v3 können Eltern, Verwandte und Bekannte für die drei Petitionen unterschreiben. 

Eine zweite Grundschule für Lochhausen

Der Bezirksausschuss fordert, dass die Planungen für eine zweite Grundschule in Lochhausen unverzüglich beginnen sollen. Der Standort soll südlich der Bahnlinie – beispielsweise auf dem ehemaligen Manzinger Gelände an der Ziegeleistraße – liegen. 

Das Bildungsreferat bremst: Derzeit decke der Standort am Schubinweg den Bedarf. Perspektivisch soll es zwar eine zweite Schule geben – aber nicht auf dem Manzinger-Areal. Dort lebten geschützte Tiere wie die Zauneidechse oder der Schmetterling Idas-Bläuling.

Andreas Schwarzbauer

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