Manager für alles

Campus-Manager dringend benötigt – Bildungsareal hat noch viel Potential 

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Der Bildungscampus in Freiham habe derzeit noch viel brachliegendes Potenzial.

Um das Bildungsareal in Freiham auch für die Bürger und Vereine zu öffnen, wünschen sich die Schulen einen Koordinator. Dieser könnte das Potential des Geländes entfalten.

Freiham – Die Rektoren der fünf Schulen auf dem Bildungscampus Freiham bitten eindringlich um einen Koordinator für das Gelände. Er soll Verwaltungs- und Repräsentationsaufgaben übernehmen und das Areal für die Öffentlichkeit zugänglicher machen. „Der klassische Schulbetrieb funktioniert bereits gut, aber es könnte viel mehr auf dem Gelände passieren“, teilen die fünf Schulleiter Eva Wobido, Dagmar Schewe, Judith Schneider, Susanne Leogrande und Thomas Schranner mit. 

Der Bildungscampus habe viele Einrichtungen, die auch von der Öffentlichkeit genutzt werden könnten. Das müsse allerdings jemand koordinieren. Die Rektoren seien bereits vollauf mit dem Aufbau und der Entwicklung ihrer Schulen beschäftigt. „Eine Koordination kann bei dieser Dimension nicht von uns bewältigt werden“, beklagen die Schulleiter. 

Der Campus-Manager soll unter anderem gemeinsam genutzte Räume verwalten

„Wir bekommen Fluten an E-Mails wegen des Sportparks. Die Vereine brennen darauf, ihn zu nutzen. Das kann aber kein Schulleiter alleine entscheiden. Die Mensa könnte als Veranstaltungsforum für den Stadtteil dienen. Aber auch hier müsste die Belegung des Raums koordiniert werden. Viele Delegationen aus anderen Städten würden wegen Führungen über den Campus anfragen. Die einzelnen Schulleiter könnten jedoch wenig über die Architektur oder das Inklusionskonzept sagen. 

„Es gibt viele Flächen und Möglichkeiten für Veranstaltungen, aber sie können derzeit nicht bespielt werden. Das ist jammerschade, denn der Bildungscampus könnte eine tolle Außenwirkung haben.“ Zudem könnte der Campus-Manager der Sprecher für den gesamten Schulkomplex sein. Dadurch hätte seine Stimme beispielsweise beim Thema Schulwegsicherheit mehr Gewicht. Die Hausmeister könnten all dies nicht übernehmen, da es sich um einen komplett anderen Beruf handele. 

Die Schulleiter waren an der Planung des Bildungscampus beteiligt und hätten dabei den Wunsch nach einem Koordinator klar geäußert. Es gebe sogar ein Büro für ihn, das derzeit jedoch leerstehe. Die Stadt, die den Campus errichtet hat, verweist darauf, dass für die staatlichen Schulen der Freistaat zuständig sei. Dieser sieht die Stadt in der Pflicht. 

Das Kultusministerium räumt ein, dass die Öffnung für externe Partner „naturgemäß besondere Herausforderungen in der Organisation“ mit sich bringe. Ein Campus-Manager wäre eine Möglichkeit, so Sprecher Daniel Otto. „Die Hauptaufgabe für ihn wäre die Sachverwaltung der Gesamtanlage und zu Teilen auch der Repräsentation. Aus Sicht des Staatsministeriums wird der Campuskoordinator daher städtischer Bediensteter sein müssen.“

A. Schwarzbauer

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