Radlerserie

Der Radl-Masterplan – Damit Radfahren wieder mehr Spaß macht 

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Kurz vor der Bergsonstraße endet ein Radweg in zwei schlammigen Trampelpfaden.

Wege enden im Nichts, viele Routen führen an gefährlichen Hauptstraßen entlang und vielerorts müssen sich Radler den Platz mit Fußgängern oder Autos teilen. Nun machen die Aubinger zahlreiche Vorschläge für ein attraktives Wegenetz...

Radeln in Aubing macht keinen Spaß. Angelika Barsekow ärgert das, denn oft seien nur Kleinigkeiten nötig, um die Situation zu verbessern: „Es muss nur ein Schild aufgestellt, eine Linie gezogen oder eine Route in den Radl-Stadtplan eingezeichnet werden“, sagt sie. 

Sie sammelte in Aubing Verbesserungsvorschläge und erarbeitete ein 13-seitiges Konzept.

 Attraktive Route zum Bildungscampus: 

Viele Schüler werden von Aubing zum Bildungscampus nach Freiham radeln. Allerdings fehle bisher eine geeignete Route. Die Radolfzeller und die Wiesentfelser Straße hätten keinen durchgehenden Radweg und seien stark befahren, moniert Barsekow. 

Sie schlägt stattdessen eine Route über die Hohenstein- und die Dietrichsteinstraße vor. „Aber dort fehlt auf Höhe der Adventskirche ein Übergang über die Limesstraße.“ 

Außerdem wünscht sich Barsekow eine direkte Durchfahrtsmöglichkeit zum neuen Zebrastreifen an der Wiesentfelser Straße.

Die Limesstraße zu überqueren ist für Radfahrer oft schwierig. Ein Übergang würde dort helfen.

Gotthardt-Trasse: 

Zwischen Bodensee- und Bergsonstraße gebe es eigentlich eine attraktive Route durch Grünanlagen, so Barsekow. Allerdings sei sie immer wieder unterbrochen: „Die Radwege enden mehrmals in schmalen Trampelpfaden, die mit Radanhängern nicht passierbar sind. 

Ein kurzes Stück ist offiziell nur für Fußgänger freigegeben. Und es fehlt eine direkte Zufahrt von der Bodenseestraße.“ Die Strecke wäre für Besucher der Langwieder Seenplatte eine schöne und ungefährliche Route, meint Barsekow. 

Zudem wäre sie für Pendler eine attraktive Verbindung zur Blutenburg und damit zur Radlhauptroute in Richtung Innenstadt. 

Immer wieder hören Radwege eindach auf und enden in Trampelpfade.

Parallelstrecken zur Limesstraße: 

„Der Radweg an der Limesstraße ist zu eng. Häufig kommt es zu Konflikten zwischen Fußgängern, Rad- und Autofahrern.“ Deshalb müsse die Stadt Alternativrouten ausbauen. Neben der Gotthardt­-Trasse böte sich die Strecke über den Gößweinstein- und den Aufseßer Platz zu den Geschäften an der Bodenseestraße an. 

Allerdings seien die beiden Plätze sehr unübersichtlich. Ein Fahrradstreifen könnte hier Abhilfe schaffen. 

Naturnah in die Innenstadt: 

Die Bodenseestraße ist die Hauptradroute nach Pasing. Aber: „Auf einer Strecke von wenigen 100 Metern befinden sich dort mehr als 20 gewerbliche Ausfahrten. Der Großteil der Bürger fährt dort nur mit großem Unbehagen Rad“, so Barsekow. 

Es gebe zwar eine Strecke südlich der S8 über den Lochhamer Schlag und den Westpark, aber hier fehlt hinter dem Möbelhaus Höffner eine Verbindung zwischen Freiham und Lochham. 

Der Bezirksausschuss freut sich über die Vorschläge und berät im Unterausschuss, wie er den Vorstoß unterstützen kann. 

Das sagt der Radlbeauftragte

Der Radverkehrsbeauftragter der Stadt, Florian Paul, verweist darauf, dass gerade Einiges im Gange sei. 

Das Planungsreferat habe 2017 ein Verkehrskonzept in Auftrag gegeben, 2020 will ein Gutachterkonsortium eine Streckenvariante für einen Radschnellweg in den Westen präsentieren und im Rahmen des Radentscheids werde es viele Verbesserungen geben.

andy

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