Allach-Untermenzing: Was wird neu 2020? 

Herausforderung Stadtentwicklung

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Im Diamaltpark werden die ersten Häuser fertig und in weiteren Abschnitten mit dem Bau begonnen. 

In Allach und Untermenzing wird gebaut, oder es wird geplant zu bauen. Was alles kommt zeigt Hallo in der großen Jahresvorschau der Viertel-Chefs...

Der Stadtbezirk wächst weiter: In Häusern in Holzbauweise entlang der Georg-Reismüller­Straße werden Ende 2020 schon die ersten von rund 750 Wohnungen im Diamaltpark bezugsfertig sein. Zudem soll nach Auskunft von BA-Chefin Heike Kainz (CSU) der soziale Wohnungsbau samt Kindertagesstätte am Oertelplatz abgeschlossen werden. 

Gleichzeitig ist mit dem südlich angrenzenden Kirschgelände bereits das nächste große Wohnquartier am Start. Wie berichtet, sollen auf dem bisherigen Gewerbeareal bis zu 1200 Wohnungen plus Schule und fünf Häuser für Kinder entstehen. Dafür läuft derzeit ein städtebaulicher Wettbewerb, über den nach Informationen aus dem Planungsreferat Ende März entschieden wird. Die Ergebnisse sollen dann vor Ort präsentiert und diskutiert werden. Sie bilden die Grundlage für die Aufstellung eines Bebauungsplans. 

Kainz begrüßt das Planungsziel: „Wir schaffen Wohnraum und werden den Schwerlastverkehr los.“ Sie sagt aber auch: „Die Bürgerschaft muss gründlich eingebunden werden.“ Vor allem die Verkehrsbewältigung macht Anwohnern und dem BA Gedanken. Am besten wäre es, so Kainz, wenn die Fahrzeuge „vom Straßenraum verschwinden“ würden. 

Sie setzt dazu auf Tiefgaragen, Anwohnerparken und einen verbesserten ÖPNV bis hin zum U-Bahn-Ringschluss von Pasing über Allach-Untermenzing nach Moosach. An einigen Stellen fordert die BA-Chefin aber auch zusätzliche Straßen: „Ich hoffe, dass die Verbindung durchs Junkersgelände 2020 endlich gebaut wird.“ Und für eine Parallele zur Eversbuschstraße Nord soll laut Kainz dieses Jahr eine Machbarkeitsstudie starten.

Oertelplatz: Was noch kommen wird

Allachs neue Mitte, der Oertelplatz, ist noch nicht vollendet. „Es muss noch einiges nachgearbeitet werden“, sagt Viertel-Chefin Heike Kainz. So wünsche sich der BA nach wie vor einen Zugang zum Evers von Süden. 

Positiv: Im Frühjahr, wenn auch der Brunnen zu sprudeln beginnt, startet laut Info aus dem Kommunalreferat ein Wochenmarkt auf dem Platz

Und für Dezember hat die BA-Chefin schon einen Weihnachtsmarkt angeregt. Ein offener Bücherschrank soll aufgestellt werden. Und im Kopfbau des Evers (Eingang Oertelplatz 15) ist ab Mitte Januar die Außenstelle des ASZ Allach-Untermenzing regelmäßig für Senioren und ratsuchende Angehörige geöffnet.

Zeit der Entscheidung

Heuer werden die Weichen dafür gestellt, wie die Schullandschaft des 23. Stadtbezirks (Untermenzing) künftig aussehen wird. „Die Planung nimmt endlich Fahrt auf“, sagt Viertel­Chefin Heike Kainz (CSU). 

In absehbarer Zeit soll entschieden werden, ob die Carl-Spitzweg-Realschule an die Weinschenkstraße/Bauseweinallee verlagert werden kann.

Konkret: Um das Schulzentrum Pfarrer-Grimm-Straße zu entlasten, soll die Carl-Spitzweg­Realschule verlagert werden. Favorisiert wird ein neuer Standort auf der Wiese an der Bausewein­allee. 

„Ziel in 2020 ist die Konkretisierung der Varianten, um dann die Planungen entsprechend anzupassen und fortzuführen“, sagt Ursula Oberhuber, Sprecherin des Referats für Bildung und Sport. Dazu wird jetzt eine Teil­änderung des Bebauungsplans für die Fläche an der Bausewein­allee/Weinschenkstraße in die Wege geleitet. 

BA-Chefin Heike Kainz: „Wenn die Schulversorgung nicht gesichert ist, kann man auch keine Wohnungen bauen.“

Der BA 23 stimmt dem Verfahren unter einigen Bedingungen zu: „Ein Teil der Wiese muss als Frischluftschneise unbedingt frei bleiben“, so Kainz. Außerdem fordert der BA einen Zehn-Minuten-Takt für die S-Bahn und ein besseres Radwegnetz. Romanus Scholz (Grüne), Vorsitzender des BA 21, hält den Standort insgesamt für „schwierig“. „Die Realschule muss zwar irgendwo hin, aber der Grünzug ist eine wichtige Frischluftschneise. Das muss sehr genau geprüft werden“, sagt er. 

Parallel gilt es, an der Grundschule Manzostraße kurz- und langfristig für mehr Platz zu sorgen. Dazu wird jetzt ein Pavillon mit zehn Klassenzimmern errichtet (fertig 2021) und das Bebauungsplanverfahren für eine Erweiterung gestartet.

Alternativ ist vom Gelände der Mittelschule an der Franz-Nißl-Straße die Rede.

So feiern die Viertel heuer zusammen

2020 wird ein Festjahr für Allach-Untermenzing und Pasing-Obermenzing: Zum ersten Mal feiern beide Stadtbezirke eine gemeinsame Stadtteilwoche plus Kulturtage. Das beschert allen Bürgern, Vereinen und Kulturschaffenden dort ein zehntägiges Festival, das vom 3. bis 12. Juli auf der Wiese an der Weinschenkstraße stattfindet. Näheres zum Programm erfahren Interessierte bei einem Vorbereitungstreffen am Dienstag, 28. Januar, ab 19 Uhr im Vereinsheim an der Eversbuschstraße 161. 

Organisiert wird das Ereignis vom Kulturreferat. Bereits im Mai sind vor allem die Allacher und Untermenzinger zur Festwoche des Trachtenvereins „Alpenrösl“ Allach eingeladen. Der feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einem abwechslungsreichen Jubiläumsprogramm vom 15. bis 24. Mai in einem Festzelt an der Servetstraße.

ul

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