BA-Mitglied will Attraktion für Surfer schaffen

Welle für die Würm – Bekommt Allach eine Surfer-Attraktion?

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Die Eisbach-Wellen sind nach den Erfahrungen von Alexander Schulz meist überlaufen und für Anfänger nicht geeignet. Zudem sei die ÖPNV-Anbindung aus dem Stadtbezirk schlecht

Eine Surfer-Welle in Allach wäre eine Attraktion. Auch wenn es ein Eingriff in die Ökologie der Würm wäre, muss dies nicht negativ sein, meint BA-Mitglied.

Allach – Eine Riversurf-Welle an der Würm in Allach-Untermenzing: Das fordert BA-Mitglied Alexander Schulz (SPD). Seine Idee hat der passionierte Surfer diese Woche in den BA eingebracht. Das Gremium hat die Forderung mit 13 zu drei Stimmen angenommen. Die Gegenstimmen kamen von den Grünen.

Der 28-Jährige sagt: „Nicht nur für mich wäre eine Würmwelle schön, sondern für die jüngere Generation, für die Allach-Untermenzing vor allem ein Ort an der Peripherie Münchens ist, dem es an Anbindung, Attraktivität und Orten der Selbstverwirklichung mangelt.“ 

BA-Mitglied Alexander Schulz (SPD).

Die Idee einer künstlichen Welle hat der Allacher schon lange. Er verrät: „Als 20-Jähriger habe ich versucht, in der Würm mit Hilfe eines Seils gegen die Strömung zu surfen, was aber leider nicht geklappt hat. Ohne eine Verjüngung des Flusslaufs und die gleichzeitig Errichtung eines leichten Gefälles erreicht die Würm nicht die nötige Fließgeschwindigkeit, um eine Welle zu bilden.“ 

Kürzlich stieß er dann auf frühere Initiativen in Pasing-Obermenzing und Gräfelfing auf Surfwellen in der Würm. Diese Vorstöße sind bisher jedoch gescheitert oder sind noch in der Schwebe. Gegenargumente wie fehlende Flächen oder ökologische Bedenken könnte man laut Schulz in Allach-Untermenzing allerdings entkräften. Mehrere Würm-Abschnitte wären öffentlich zugänglich und geeignet. 

Ein Eingriff in die Ökologie sei zwar nötig, müsse aber nicht zwingend negativ sein. „Verengungen in Flussläufen kommen auch natürlich vor und stellen für Fische zumeist keine großen Hindernisse dar“, erklärt der Allacher. Er ist der Meinung, „dass wir unsere Gewässer zur naturverträglichen Nutzung verwenden dürfen und auch sollten.“

ul

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