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Volksbegehren zur Artenvielfalt

Rettet die Bienen: „Wenn die Politik versagt, müssen die Bürger die Initiative übernehmen“

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Das Volksbegehren "Rettet die Bienen" läuft noch bis 13. Februar. 

München – Noch bis 13. Februar läuft das Volksbegehren „Rettet die Bienen“: Ernst Habersbrunner vom Bund Naturschutz München-West ist einer der vielen Engagierten – Hallo hat mit ihm gesprochen

Mehr ökologische Landwirtschaft und weniger Pestizide: Das und mehr fordert das Volksbegehren „Rettet die Bienen, Vögel und Schmetterlinge – stoppt das Arten­sterben“ (Hallo berichtete). 

Schon mehr als eine halbe Million Bayern haben sich bereits dafür eingetragen. Damit haben die Initiatoren schon die Hälfte der notwendigen Stimmen zusammen. Noch bis bis zum 13. Februar liegen die Listen in den Rathäusern aus. 

Ernst Habersbrunner vom Bund Naturschutz investiert seit Januar rund fünf Stunden täglich, um das Volksbegehren zu unterstützen. 

Hallo hat mit dem Pasinger Ernst Habersbrunner vom Bund Naturschutz München-West darüber gesprochen, warum er sich für das Volksbegehren engagiert und was er zur Kritik des Bauernverbandes sagt. 

Herr Habersbrunner, wie engagieren Sie sich für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“? Wie viel Zeit haben Sie investiert?
Die geplanten Projekte des Bund Naturschutz, „Laubfroschteiche an der Blumenauer Straße „ und „Hirschkäfermieten im Allacher Forst“, mussten zurückgestellt werden.
Unsere Ortsgruppe hat mit etlichen anderen Freiwilligen den gesamten Münchener Westen von Hadern bis Allach und entlang der S-Bahnstrecke plakatiert sowie mit Postwurfsendungen beglückt. Ich persönlich hab das nicht nur mitorganisiert sondern auch selbst fleißig Hand angelegt.
Nebenbei versorge ich die Rathauslotsen mit Equipment und Infomaterial. Unser Zentrallager befindet sich in meiner Garage. Die Stunden hab ich nicht gezählt, denn die Begeisterung aller Aktiven reißt mich mit. Seit Anfang Januar dürften es aber etwa fünf Stunden am Tag sein.

Warum setzen Sie sich so dafür ein?
Politik und Wirtschaft verharmlosten seit vielen Jahren die Problematik des Artensterbens. Unser Einsatz als Umwelt- und Naturschützern bleibt ohne entsprechenden politischen und gesellschaftlichen Rahmen, eine kleine Arche-Noah-Nussschale. Wenn die Politik versagt, müssen die Bürger die Initiative übernehmen. Mit dem Mittel des Volksbegehrens können und müssen wir das tun.

„Kritik des Bauernverbandes am Volksbegehren nicht stichhaltig“

Landwirte fühlen sich durch das Volksbegehren als Alleinschuldige für das Insektensterben dargestellt und fürchten um ihre Wirtschaftlichkeit, wenn Ökoflächen vorgeschrieben werden. Der Bio-Markt sei nicht groß genug. Können Sie diese Kritik nachvollziehen?
Ich halte sie nicht für stichhaltig. Sie dient der Verwirrung der Bürger. Dazu werden im großen Stil falsche Infos zum Inhalt des Volksbegehrens verbreitet. So gelten nur sehr wenige punktuelle Regelungen unmittelbar für den einzelnen Betrieb.
Viele sind gesetzliche Ziele für Staatsregierung, Landwirtschaftsministerium und nachgeordnete Behörden, um zum Beispiel eine Erhöhung des Anteils der Ökolandwirtschaft zu erreichen. Dazu können die bewährten Förderinstrumente sehr gut eingesetzt werden.
Lange wurde die biologische Landwirtschaft als Spinnerei abgetan. Jetzt müssen wir viele Bioprodukte aus dem Ausland importieren. Für mich sind die einzelnen Landwirte nicht die Schuldigen, sondern genauso Opfer.
Im Rahmen des Volksbegehrens möchten wir den Landwirten eine neue Tür öffnen. Unsere Forderungen dürfen natürlich nicht auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen werden. Sie müssen vom Staat durch eine Umlenkung der bisherigen Subventionspolitik untermauert werden. 

Wie schätzen Sie die Chancen des Volksbegehrens ein?
Die Erfolgsaussichten des Volksbegehrens „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ sind wirklich gut. Die Bevölkerung ist in großen Teilen sensibilisiert. Wir stoßen mit unseren Aktionen auf große Resonanz.
Positive Rückkoppelung erfahre ich in Gesprächen sowohl bei unseren Einsätzen als auch im privaten und beruflichen Umfeld. Entscheidend wird es sein, die Menschen entsprechend zu motivieren, sich in die Rathäuser zur Unterschrift zu begeben und Fake News wirksam zu begegnen.

Andreas Schwarzbauer

Öffnungszeiten im Rathaus

Unterstützer des Volksbegehrens können sich noch bis Mittwoch, 13 Februar, in Raum 40 im Pasinger Rathaus, Landsberger Straße 486, eintragen. Wichtig ist es, seinen Personalausweis mitzubringen. Die Öffnungszeiten sind Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr, Montag von 7.30 bis 16.30 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 18 Uhr und am Mittwoch von 8 bis 20 Uhr. 

Münchner können sich aber auch in sechs weiteren Stellen der Stadt eintragen: 

  1. im Rathaus am Marienplatz
  2. im Kreisverwaltungsreferat an der Ruppertstraße 19 
  3. in der Bezirksinspektion an der Hanauer Straße 56
  4. in der Bezirksinspektion an der Friedenstraße 40
  5. in der Bezirksinspektion an der Implerstraße 9 
  6. sowie in der Bezirksinspektion im Tal 31. 


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