Zur Erinnerung an den Kopfbau

Künstler will Skulptur vor neuem Pasinger Kulturzentrum aufstellen

Für den Erhalt des ehemaligen Kopfbaus an der Offenbachstraße haben sich viele Pasinger eingesetzt.
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Für den Erhalt des ehemaligen Kopfbaus an der Offenbachstraße haben sich viele Pasinger eingesetzt.

Viele Pasinger waren für den Erhalt des ­Kopfbaus an der Offenbachstraße. Nun will ein Obermenzinger Künstler dort eine Skulptur aufstellen lassen. Warum der „Kopf“ in enger Beziehung zum Stückgutgelände steht...

  • Zahlreiche Pasinger hatten sich 2016 vergeblich für den Erhalt des Kopfbaus eingesetzt.
  • In Zukunft könnte aber eine Skulptur des Künstlers Michael Glatzel  an das Gebäude erinnern.
  • Wo in Pasing sich Glatzel das Kunstwerk gut vorstellen kann.

Pasing – 2016 wurde der Kopfbau des Stückgutgeländes an der Offenbachstraße abgerissen. Viele Pasinger hatten sich einen Erhalt und eine Sanierung des ehemaligen Industriegebäudes gewünscht. 

Doch stattdessen wird dort in den kommenden Jahren ein Neubau für ein Kulturzentrum entstehen. 

Um die Erinnerung an den Kopfbau aufrechtzuerhalten und eine Verbindung zwischen Neubau und abgebrochenem Gebäude zu schaffen, will der Obermenzinger Künstler Michael Glatzel eine Skulptur vor dem neuen Kulturzentrum aufstellen. 

Der Obermenzinger Künstler Michael Glatzel möchte diese Skulptur zur Erinnerung an den Kopfbau aufstellen lassen.

Das Besondere: Glatzel hat sie aus einem Mauerstück des ehemaligen Kopfbaus gefertigt. „Ich habe mitbekommen, dass das Gebäude abgerissen wird und ein paar Steine gerettet.“ 

Damals habe er einfach Material für seine Arbeiten gesucht. Glatzel schuf daraus einen Kopf. „Das ist mein Motiv“, erklärt er. „Der Kopf ist das, was die Menschen am meisten interessiert.“

 Deshalb fräst, schnitzt und schneidet er aus den verschiedensten Materialien Köpfe. Er hat schon Holz, Stein, Pappe oder Metall für seine Werke genutzt. 

„Ich will eine Erinnerung schaffen, was eigentlich der Ursprung ist.“ 

„Durch das unterschiedliche Material haben dieselben Motive immer einen ganz anderen Ausdruck“, sagt Glatzel. Dass der Kopf aus dem Mauerwerk des Kopfbaus irgendwann vor dem Neubau stehen könnte, hatte er nicht von Anfang an im Sinn.

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„Der Groschen ist bei mir erst gefallen, als im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass die Stadt das Kulturzentrum im Stil der alten Pasinger Bahnhofsgebäude bauen will“, sagt Glatzel. 

Das soll an die ursprüngliche Nutzung des Geländes erinnern und Identität stiften, erklärten die Architekten. Seine Skulptur könnte dies ebenfalls, meint Glatzel. „Ich will eine Erinnerung schaffen, was eigentlich der Ursprung ist.“ 

Ein Stück Identität bleibt erhalten

Beim Kulturforum München-West fand diese Idee großen Anklang. Es hatte sich sehr für den Erhalt des Kopfbaus eingesetzt. 

„Es freut uns, dass nach dessen Abbruch jetzt die Möglichkeit besteht, ein sichtbares Erinnerungsstück in den Neubau zu integrieren.“ 

Das erhalte ein Stück Identität. Und auch der örtliche Bezirks­ausschuss unterstützt das Vorhaben ausdrücklich. Nun müssen das Baureferat und die Kunstkommission noch Stellung nehmen. 

Andreas Schwarzbauer

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