Widerstands-Denkmal soll bleiben

Platz der Freiheit: BA-Mehrheit jetzt für Denkmal-Erhalt

Widerstands-Denkmal nach dem Entwurf des Künstlers Wolfram Kastner am Platz der Freiheit.
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Widerstands-Denkmal nach dem Entwurf des Künstlers Wolfram Kastner am Platz der Freiheit.

Nun ist die Mehrheit des BAs für einen Erhalt des Widerstands-Denkmals am Platz der Freiheit. Wie es nun weitergehen soll und was die CSU für Einwände hat...

  • BA setzt sich für Widerstands-Denkmal ein.
  • Eigentlich solle das Denkmal bis Oktober 2020 entfernt werden.
  • Die Denkmalkommission soll nun eingeschalten werden.

Neuhausen – Jetzt setzt sich auch der BA Neuhausen-Nymphenburg mit großer Mehrheit dafür ein, dass das Widerstands-Denkmal nach dem Entwurf des Künstlers Wolfram Kastner am Platz der Freiheit dauerhaft erhalten bleibt. 

Das Gremium folgt damit einem Antrag der Bürgerversammlung und wirft zugleich zwei Stadtratsbeschlüsse und die Position des Kulturreferats über den Haufen. 

Danach müssten die zwölf Stelen, die an Opfer des Widerstands gegen den Nationalsozialismus erinnern, bis Oktober 2020 entfernt werden. 

Im Anschluss – so der bisherige Plan von Stadt und BA – sollen auf dem Platz wechselnde Kunstwerke und Installationen zum Thema Freiheit aufgestellt werden.

Hallo berichtete: Platz der Freiheit: Dürfen die Stelen bleiben?

Zur Erinnerung: 

Als Wolfram Kast­ner sein Denkmal mit Unterstützung durch den Neuhauser BA 2016 dort errichtet hat, gab es seitens der Stadt lediglich eine befristete Projektgenehmigung bis Oktober 2017. 

Zweimal wurde die Genehmigung auf öffentlichen Wunsch hin verlängert. Ab Herbst 2020 sollte laut wiederholten Stadtrats- und BA-Beschlüssen aber Platz für etwas Neues sein. 

Davon rückten SPD und Grüne mit Unterstützung weiterer Fraktionen mit Ausnahme der CSU jetzt ab. 

„Das Andenken auf dem Platz der Freiheit ist von erheblichem öffentlichem Interesse und im Bewusstsein der Anwohner bereits fest verankert. (...) Es gibt daher auch eine breite Unterstützung für die Erhaltung aus dem Stadtteil, die diese Installation des Andenkens bereits verinnerlicht hat“, begründen SPD und Grüne ihren Sinneswandel. 

BA will nun die Denkmalkommission einschalten

Die CSU verteidigte in der jüngsten Sitzung das bisherige Konzept: „Es wäre eine Riesenchance sowohl für den BA als auch für viele Künstler aus dem Viertel, wenn man sich dort mit wechselnden Projekten einbringen und ausdrücken könnte“, sagte Wolfgang Schwirz. 

Zudem sieht die CSU rechtliche Hürden, wenn ein temporäres Kunstwerk nachträglich verstetigt werden soll. Der BA will nun die Denkmalkommission der Stadt einschalten.

ul

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