Münchner ärgern sich

Kampf dem Hundekot – Kommt das DNA-Register für Zamperl?

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Ein Beispiel von vielen, gesehen auf dem Weg in Richtung Nymphenburger Schlosspark.

In München ist der Ärger um nicht entfernte Hundehaufen groß. Wird nun auch wie in Südtirol ein DNA-Register für Hunde eingeführt? Mit welchen Mitteln die Stadt gegen das Problem vorgeht...

Nymphenburg – Südtirol macht ab Januar 2021 ernst: Jeder Hund, der gemeldet wird, muss mittels DNA-Probe registriert werden. So kann jeder anonyme Hundehaufen seinem „Besitzer“ zugeordnet und die Halter nachträglich zur Kasse gebeten werden. 

Auch in München ist der Kampf gegen tierische Tretminen eröffnet. So wehren sich unter anderem in Nymphenburg immer mehr Menschen mit selbst angebrachten Schildern, um Gassigeher zu ermahnen, dass weder Vorgärten noch Gehwege Hundeklos sind. 

Ein DNA-Register für Hunde lehnt das Baureferat, das für 820 Hundekot-Tütenspender in der Stadt zuständig ist, ab: „Die Entnahme von DNA-Proben bei Hunden erfordert eine Mitwirkungshandlung oder -pflicht der Hundehalter. 

Dafür bedürfte es einer formell-gesetzlichen Grundlage, die nicht vorliegt“, so ein Sprecher auf Hallo-Anfrage. Die Stadt geht mit anderen Mitteln gegen das Problem vor: Seit einer Bürgerinitiative um Maike Percy aus Untersendling und einem Stadtratsbeschluss von 2007 werden kostenfreie Hundekot-Tüten bereitgestellt. 

„Etwa zwölf Millionen Tüten werden jährlich entnommen“, so der Sprecher. „Diese können in den mehr als 7000 städtischen und weiteren 3000 Abfallbehältern anderer Anbieter wie Bahn, MVG, Schlösser- und Seenverwaltung entsorgt werden. 

Wer sich nicht an das Gebot hält, die Hinterlassenschaft seines Vierbeiners zu beseitigen, dem droht ein Bußgeld von mindestens 75 Euro.“

mjh

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