Rettung für das Schäferwagendorf

Pasinger Sozialprojekt: Entdeckerdorf "Muck" ist gerettet – wenn ein Problem gelöst wird

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Das Entdeckerdorf "Muck".
  • Das Entdeckerdorf "Muck" hat einen neuen Standort gefunden
  • Die Transportkosten stellen jedoch ein Problem dar
  • Die Stadt München kann aus finanziellen und rechtlichen Gründen nicht helfen

Pasing – Das Entdeckerdorf „Muck“ ist gerettet und hat eine neue Heimat gefunden. 2019 verlor das Pasinger Sozialprojekt, das Familien mit geringem Einkommen günstig Urlaub im Schäferwagen ermöglicht, seinen Standplatz in Wolfratshausen.

Entdeckerdorf Muck: Neuer Standort in Rottenbuch

Die Suche nach einer Alternative war schwierig. Die Pasingerin Pia Novak, die das Dorf mit Mitstreitern 2016 ins Leben gerufen hat, war schon ganz verzweifelt: „Ich hatte bei weit über einem Dutzend Gemeinden nachgefragt und keine Hoffnung mehr.“

Die Gründerin des Entdeckerdorfs: Pia Novak.

Doch schließlich half der Bürgermeister von Rottenbuch (Lkr. Weilheim-Schongau), Markus Bader. „Dank der Unterstützung ließ sich eine geeignete Fläche finden“, freut sich Novak. Nun fehlt noch ein Bebauungsplan, der die Nutzung durch das Schäferwagendorf erlaubt. 2021 könne es voraussichtlich losgehen, so Novak.

Doch bereits heuer kann sie das Entdeckerdorf auf einem Interimsstandort auf einem Gelände des Rottenbucher Turn- und Sportvereins öffnen – sofern dies die Entwicklung rund um das Coronavirus zulässt.

Transportkosten stellen ein Problem dar

Allerdings bleibt ein Problem: „Wir hatten vergangenes Jahr keine Einnahmen und der Transport der Schäferwagen kostet sicherlich 5000 Euro“, erklärt Novak die Schwierigkeit.

Sie hofft auf Unterstützung der Stadt München. „Es ist ein Projekt, das München bereichert.“ So will der Verein Familien von Krankenschwestern, die auf Corona-Stationen arbeiten zu einem verlängerten Wochenende einladen. Aber dafür müssten die Wagen nach Rottenbuch.

Stadt München kann nicht helfen

Doch die Stadt winkt ab: „Transporte über große Entfernungen wären mit unseren landwirtschaftlichen Traktoren nur schwer und mit großem finanziellen und zeitlichen Aufwand durchzuführen“, erklärt Kommunalreferat-Sprecherin Birgit Unterhuber.

Aus rechtlichen Gründen könnten zudem die Kosten nicht übernommen werden. Novak zufolge hätte die Stadt 2019 noch angeboten, den Transport zu übernehmen. „Damals wussten wir doch noch gar nicht wohin.“

Laut Kommunalreferat wäre das nur möglich gewesen, falls „Muck“ in die Nähe eines städtischen Gutsbetrieb gezogen wäre. Dann hätte man die Fahrt mit anderen Transporten verbinden können.

andy

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