Merk in der Kritik

Wegen des Ausbaus der A99  – Aubinger kritisieren Stadtbaurätin

Wegen des sechsspurigen Ausbaus der A99, steht Stadtbaurätin Merk in der Kritik.
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Stadtbaurätin Merk wird von den Aubingern stark kritisiert. Eine Bürgervereinigung wirft Merk vor, Zusagen zu Landschaftspark und Bahnhof nicht einzuhalten...

  • Die Aubinger sind über Stadtbaurätin Merk verärgert.
  • Sie steht wegen des sechsspurigenAusbaus der A99 in Kritik.
  • Was die Aubinger stört...

Aubing – Die Bürgervereinigung Aubing fühlt sich von Stadtbaurätin Elisabeth Merk verschaukelt. Zwei ihrer Aussagen bei einer Podiumsdiskussion in Aubing im Oktober sorgen jetzt für Ärger. 

Merk hatte den Teilnehmern Hoffnung gemacht, dass es bald eine barrierefreie Lösung am Aubinger Bahnhof geben könnte. Sie verwies zwar darauf, dass sich der Stadtrat 2019 für einen städtebaulichen Wettbewerb zur Gestaltung des gesamten Bahnhofsumfeldes entschieden habe. 

Dadurch werde sich der barrierefreie Ausbau der S-Bahn-Station verzögern. Gleichzeitig sagte sie aber: „Der Zeitraum ist zu lang. Ich sehe einen barrierefreien Zugang wirklich als Notwendigkeit – auch wenn er erst einmal provisorisch ist.“ 

Wegen des sechsspurigen Ausbaus der A99, steht Stadtbaurätin Merk in der Kritik.

Als die Bürgervereinigung nun nachfragte, ob es schon einen Vorschlag für eine behelfsmäßige Lösung gibt, erhielten die Aubinger eine ernüchternde Antwort. „Mit dem Wettbewerb wird die Barrierefreiheit des Bahnhofs Aubing erst im Zuge des Gesamtausbaus kommen.“ 

Jürgen Müller von der Bürgervereinigung hält diese Antwort für „völlig daneben“. Merk kann die Kritik nicht nachvollziehen: „Es handelt sich dabei um komplexe Verfahren mit vielen beteiligten Trägern, weshalb ich hier leider nicht allein entscheiden kann.“ 

Sie stehe weiterhin zu ihren Aussagen – auch bezüglich des Ausbaus der A99 und der damit einhergehenden Verkleinerung des Landschaftsparks in Freiham. Dies könne sie sich nicht überhaupt nicht vorstellen, hatte Merk bei der Podiumsdiskussion gesagt. 

Aubinger sind über Merk verärgert

„Wir werden uns unseren Landschaftspark nicht von anachronistischen Verkehrsbauwerken kaputtmachen lassen. Die Verhandlungen mit der Autobahndirektion gehen in Richtung Bestandsoptimierung. Alles andere wäre grober Unfug.“ 

Nur ein halbes Jahr später antwortet Merk auf einen ÖDP-Antrag dagegen, dass von einem Eingriff in den Landschaftspark auszugehen sei. Die Autobahndirektion prüfe wegen der zu erwartenden Verkehrsbelastung derzeit verschiedene Varianten zum sechsspurigen Ausbau, konkretisierte das Planungsreferat. 

„Aufgrund der unmittelbaren Platzierung des Landschaftsparks an die A99 beeinflussen sich die Planungen zwangsläufig gegenseitig.“ Müller ärgert die Antwort: „Die Verwaltung schiebt die Verantwortung immer auf andere.“ Der Landschaftspark dürfe nicht verkleinert werden. 

„Eine Erweiterung der A99 zulasten des geplanten Landschaftsparks ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel.“ 

Auch Dagmar Mosch, Sprecherin der Grünen in Aubing, sagt: „Eine Erweiterung der A99 zulasten des geplanten Landschaftsparks ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel.“ 

Eigentlich müsse die Grünfläche sogar noch vergrößert werden, denn die Anzahl der Freiham-Bewohner sei im Vergleich zur ursprünglichen Planung um fast ein Drittel angewachsen.

Müller, der die Podiumsdiskussion eigentlich als positives Signal gesehen hatte, ist nun ernüchtert: „Es zeigt wieder einmal überdeutlich, was eine Zusage der Stadtbaurätin wert ist.“

Andreas Schwarzbauer

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