In der Aubinger Moosschwaige: Leben in München wieder Wildkatzen?

Wildkatzen waren bis 1984 in Bayern ausgestorben. Dann siedelte sie der Bund Naturschutz wieder an. Nun könnten die Raubtiere im Münchner Westen aufgetaucht sein.
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Wildkatzen waren bis 1984 in Bayern ausgestorben. Dann siedelte sie der Bund Naturschutz wieder an. Nun könnten die Raubtiere im Münchner Westen aufgetaucht sein.

In der Moosschwaige bei Aubing wurden Tierhaare gefunden, die von Wildkatzen stammen können. Der Bund Naturschutz führt zum Nachweis eine Gen-Analyse durch.

  • In der Moosschwaige bei Aubing werden Wildkatzen vermutet
  • Der Bund Naturschutz hat Lockstöcke aufgestellt
  • Gen-Analyse soll verraten, ob gefundene Tierhaare zu einer Wildkatze gehören

Aubing - Im Münchner Westen könnten sich Wildkatzen angesiedelt haben. In der Moosschwaige bei Aubing hat der Bund Naturschutz (BN) im März und im April zwei Lockstöcke aufgestellt. Diese besprühen die Forscher mit einer Baldriantinktur.

Tierhaare an Lockstöcken in Moosschwaige gefunden - Gen-Analyse läuft bis Spätherbst

Die scheuen Wildkatzen werden von dem Geruch, der dem ihrer Sexuallockstoffe sehr ähnlich ist, angelockt und reiben sich an den Stöcken. Dabei verlieren sie Haare.

„Erstmals haben wir in diesem Frühjahr Tierhaare an den Lockstöcken in der Moosschwaige gefunden. Ob es sich um Wildkatzenhaare handelt, muss nun die Gen-Analyse zeigen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Bund Naturschutz München, Martin Hänsel.

Das Ergebnis wird im Spätherbst erwartet. Hänsel haben auch schon einzelne Hinweise von Spaziergängern erreicht. „Doch da sich Wildkatze und wildfarbene Hauskatze äußerlich sehr ähnlich sind, zählt nur der genetische Nachweis“, sagt er.

Moosschwaige erfüllt Voraussetzungen für Wildkatzen - Nachweis wäre eine Sensation

„Als scheue Waldbewohner nutzen Wildkatzen gerne naturnahe, abgelegene Wälder oder Waldlichtungen“, so der BN-Vorsitzende Christian Hierneis.

Das sei in der Moosschwaige gegeben. Sie liege recht isoliert zwischen den Siedlungen im Münchner Westen, der Autobahn und der Umfahrung Germering und werde von der Forstverwaltung naturnah bewirtschaftet.

Dennoch: „Ein Nachweis der Wildkatze am Rande der Großstadt München wäre eine Sensation“, so Stadt und Bund Naturschutz in einer Pressemitteilung.

andy

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