Allianz für Nymphenburger Strand

ESV-Gelände soll Treffpunkt der Münchner Beachvolleyball-Szene werden

Pia Kraske und Florian Runtsch sind sich einig: Die Beachvolleyball-Anlage des ESV soll auch im Winter nutzbar werden. Dafür soll der „Beachdome“ sorgen.
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Pia Kraske und Florian Runtsch sind sich einig: Die Beachvolleyball-Anlage des ESV soll auch im Winter nutzbar werden. Dafür soll der „Beachdome“ sorgen.

Beachvolleyball zählt derzeit zu den Sommeraktivitäten in München. Durch eine flexible Dachkonstruktion soll den Begeisterten zukünftigt auf dem ESV-Gelände auch im Winter nichts im Wege stehen.  

Nymphenburg: Nymphenburg hat einen Strand: die 1100 Quadratmeter große Beachvolleyball-Anlage am westlichen Rand des ESV-Geländes. Und der gebürtige Neuhauser Florian Runtsch (33) will mit einer Traglufthalle dafür sorgen, dass diese Fläche ganzjährig genutzt werden kann. Mehr noch: Sie soll zum Treffpunkt der Münchner Beachvolleyball-Szene werden. 

Denn seit der „Beach38“ am Ostbahnhof geschlossen wurde, hat München im Winter für die Freunde dieses Strandsports nichts zu bieten. Mit im Boot ist ESV-Geschäftsführerin Pia Kraske. Sie sagt: „Ich freue mich, wenn keine der ohnehin knappen Sportflächen brachliegt.“ Dazu soll der Sandplatz jeweils von Anfang Oktober bis Mitte April eine Art aufblasbares Dach bekommen. 

Um die Belegung seines „Beachdomes“ kümmert sich Runtsch, der ESV verpachtet ihm das Gelände für die Wintermonate. „So ein Betreibermodell ist für den Verein die beste Variante“, erklärt Kraske. Bei der Tennisabteilung funktioniere das schon länger. Zudem will der Verein seiner Volleyballabteilung damit neue Impulse geben und vor allem für die Jugend eine Beach-Sparte aufbauen. „Es gibt sonst keinen Verein, der speziell Beachvolleyball anbietet“, sagt Runtsch. Er weiß: „Viele wollen das aber, weil sich Beachvolleyball deutlich vom normalen Volleyball unterscheidet.“ So müsse man auf Sand andere Techniken beherrschen. 

Geplanter „Beachdome“

Kosten wird die Traglufthalle etwa 250 000 Euro. Der ESV kann sich daran nicht beteiligen, zahlt er doch noch den Bau seiner 2019 eröffneten neuen Halle ab. Daher will der Initiator unter anderem eine Crowdfunding-Kampagne starten. Unterstützung bekommt der Ingenieur auch vom BA Neuhausen-Nymphenburg. Mit einem Zuschuss von 4897 Euro kann Runtsch jetzt das Baugenehmigungsverfahren finanzieren und – wenn alles klappt – im Juli mit dem Bau beginnen. Dann sollte der Nymphenburger Strand ab Oktober überdacht sein. 

ul

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