Zustimmung zum Bau – Ärger über Zeitplanung

Erste Priorität: Der Bau der U5

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Die U5 soll künftig nach Freiham fahren.

München-West – Für die Stadtverwaltung hat die rasche Planung der U-Bahn-Trasse nach Freiham höchste Priorität – Doch der Bezirksausschuss kritisiert den vorgesehenen Zeitplan

Die Stadtverwaltung räumt der Verlängerung der U5 nach Freiham gemeinsam mit der neuen U9 höchste Priorität ein. Der Aubinger Bezirksausschuss (BA) freut sich darüber. „Ich bin sehr positiv gestimmt, denn wenn die U-Bahn nicht kommt, werden wir die Verkehrs­abwicklung in Freiham nicht schaffen“, sagte Johann Sauerer (CSU) bei der vergangenen Sitzung. 

Der Zeitplan gefällt den Viertelpolitikern allerdings nicht. Erst zwischen 2035 und 2040 rechnet das Planungsreferat mit einer Inbetriebnahme. „Wir können nicht so lange warten“, betont Karin Binsteiner (Grüne). Bereits 2019 werden die ersten Bewohner nach Freiham ziehen. Außerdem ist die Finanzierung der U-Bahn noch offen. „Wir brauchen Zuschüsse von Land und Bund. Die Stadt alleine wird die 750 Millionen Euro dafür nicht stemmen können“, so Sauerer. 

Insgesamt sind vier Stationen am Westkreuz, der Radolfzeller Straße, der Riesenburgstraße und in Freiham vorgesehen. Germering hofft zudem auf eine Weiterführung. Das müsse möglichst schnell geklärt werden, fordert der Aubinger BA. Denn es habe Einfluss auf die Planung. Und auch für die Zeit bis die U-Bahn fährt, müsse sich die Stadt Gedanken machen. „Wir brauchen Busspuren, für die Parkplätze wegfallen werden“, sagt Sauerer.

Andreas Schwarzbauer

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