Verkehr

Ärger über neue Halteverbote in Pasing

An der Bodenstedtstraße in Pasing stehen seit kurzem wechselseitig Halteverbotsschilder, um das Gehwegparken zu verhindern. 
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An der Bodenstedtstraße in Pasing stehen seit kurzem wechselseitig Halteverbotsschilder, um das Gehwegparken zu verhindern. 

Seit kurzem stehen in der Bodenstedtstraße in Pasing Halteverbotsschilder.  Warum die Stadt  diese Neuregelung für dringend notwendig hält und welche Bedenken ein Anwohner hat ...

  • Anwohner kritisiert neue Halteverbotsschilder in Bodenstedtstraße
  • Kritik wegen mangelnder Information und wegfallender Parkplätze
  • Stadt und Polizei halten Neuregelung allerdings für dringend notwendig

Pasing - In einer „überfallartigen Aktion“ hätte die Stadt entlang der Bodenstedtstraße in Pasing wechselseitig Halteverbotsschilder aufgestellt. „Das war ein Schock für uns Anwohner. Die Parkmöglichkeiten sind schlagartig um 50 Prozent reduziert worden“, kritisiert Hermann Bednarz.

Halteverbot ohne Vorwarnung

Ihn ärgert vor allem, dass die Anwohner nicht vorgewarnt wurden. Vielmehr habe die Polizei nur wenige Tage, nachdem die Schilder aufgestellt worden waren, Strafzettel verteilt. Die Anlieger seien nun völlig verzweifelt. „Die Garagen reichen nicht annähernd und niemand hat andere Parkmöglichkeiten.“ 

Hermann Bednarz ärgert sich über die neuen Halteverbote. 

Bisher hätten die Autos auf beiden Seiten der Straße parken können. Damit allerdings noch Platz für den Durchgangsverkehr war, standen sie mit zwei Rädern auf dem Gehweg. „Das hat weit über 20 Jahre funktioniert. Nun droht ein totales Chaos“, meint Bednarz. 

Zahlreiche Beschwerden über zugeparkte Gehwege

Das sieht die Stadt anders. „In der Bodenstedtstraße wurden die Gehwege so zugeparkt, dass Fußgänger und vor allem mobilitätseingeschränkte Personen und Eltern mit Kinderwagen nicht mehr an den geparkten Fahrzeugen vorbeikamen“, sagt der Sprecher des Kreisverwaltungsreferats, Johannes Mayer. 

Die Pasinger Polizei bestätigt das: Es habe im gesamten Dienstgebiet zuletzt vermehrt Beschwerden über zugeparkte Geh- und Radwege gegeben. Die Bodenstedtststraße sei eine der „beschwerdeträchtigsten Straßen“ gewesen, so Polizeikommissar Christian Kreutzahler. Gehwegparken sei grundsätzlich verboten und werde mit Bußgeldern von 55 bis 70 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet.

Andreas Schwarzbauer

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