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Stört der Spielplatz den Blick auf Schloss Blutenburg? ‒ Schlösserverwaltung erteilt BA-Antrag Absage

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Antragstellerin Lena Schneck versteht nicht, wie ein Spielplatz auf dieser Wiese die Blutenburg beeinträchtigt.
Antragstellerin Lena Schneck versteht nicht, wie ein Spielplatz auf dieser Wiese die Blutenburg beeinträchtigt. © Andreas Schwarzbauer

Die Bayerische Schlösserverwaltung lehnt den BA-Antrag auf einen neuen Spielplatz ab - Die Geräte wären ein zu großer Eingriff in das Ensemble der Blutenburg.

Obermenzing - Weil er den ungestörten Blick auf die Blutenburg verhindere, lehnt die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung einen Spielplatz auf der Grünfläche am Ende der Hofbauernstraße in Obermenzing ab. Der örtliche Bezirksausschuss hatte die zusätzliche Freizeitmöglichkeit für Kinder im November einstimmig beantragt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Kein neuer Spielplatz in Obermenzing: Schlösserverwaltung erteilt BA-Antrag absage

Im Zentrum von Obermenzing fehle ein solches Angebot und Eltern müssten mit ihren Kindern weite Wege auf sich nehmen, sagt Initiatorin Lena Schneck (Grüne). Gleichzeitig seien in den vergangenen Jahren viele Familien in den Stadtteil gezogen. „Bereits jetzt spielen die Kinder auf der Wiese regelmäßig Fangen oder Fußball“, so Schneck.

Die Schlösserverwaltung legte allerdings ein Veto gegen Spielgeräte an dieser Stelle ein. Die Fläche liege in Sichtweite der Blutenburg mitten in einer parkähnlichen Anlage. „Die Errichtung eines Spielplatzes würde einen erheblichen Eingriff in das schützenswerte Ensemble bedeuten“, heißt es im Schreiben an den BA. Das Baureferat verweist zudem auf einen neuen und attraktiven Spielplatz an der Nanette-Bald-Straße.

Schneck will diese Absage nicht hinnehmen: „Mich ärgert das, denn mit der Boule-Bahn gibt es nahe der Blutenburg schon eine Vergnügungsanlage für die ältere Zielgruppe. Das war auch kein Problem.“ Ihre Parteikollegin Alexandra Myhsok meint zudem, dass man die Gestaltung des Spielplatzes an das Schloss anlehnen könnte. Schneck forderte daher bei der jüngsten Sitzung einen erneuten Anlauf des BA.

Nach Absage für neuen Spielplatz nahe der Blutenburg: Antragstellerin will nicht aufgeben

Die Mehrheit sah allerdings geringe Erfolgschancen. Graciela de Cammerer (SPD) gab zu bedenken: „Die Verwaltung hat das jetzt zum x-ten Mal abgelehnt.“ Zudem gebe es in der Nähe bereits gute Spielplätze. Schneck meinte allerdings, dass sich die Anlage an der Nanette-Bald-Straße eher an ältere Kinder richte. Eine Alternative am Bertha-von-Suttner-Weg habe nur wenige Spielgeräte. Zudem müssten viele Eltern in beiden Fällen die Pippinger Straße überqueren. „Das macht man nur ungern mit kleinen Kindern“, so die Antragstellerin.

Dennoch sah die Mehrheit im BA keinen Sinn in einem erneuten Antrag und nahm die Absage zur Kenntnis. Schneck dagegen will nicht aufgeben. „Ich werde auf jeden Fall einen zweiten Aufschlag machen.“

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