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Gefährlicher Schulweg: Eltern aus Obermenzing fordern Zebrastreifen über Grandlstraße

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Eltern mit ihren Kindern stehen an einer Straßenkreuzung.
Eine Gruppe von Eltern um Gina Gora-Stahlberg (rechts) wünscht sich für ihre Kinder einen Zebrasteifen auf der Würmbrücke. © Andreas Schwarzbauer

Wegen unübersichtlicher Kreuzung fordern Eltern für ihre Kinder auf Höhe der Würmbrücke einen Zebrastreifen über die Grandlstraße. Warum das Problem erst seit kurzem besteht

Obermenzing/Pasing - Gleich aus fünf Richtungen könnte Verkehr kommen, wenn die Obermenzinger Kinder der Oselschule auf Höhe des Würmkanals die Kreuzung Grandl-/Marsop-/Westerholzstraße überqueren. „Es ist eine unübersichtliche Stelle. Die Autos brettern durch – häufig ohne zu blinken – und auch viele Radler sind dort unterwegs. Für Kinder ist es nicht machbar, alle Straßen zu überblicken“, sagt Gina Gora-Stahlberg.

Obermenzing: Eltern begleiten Kinder wegen fehlenden Zebrastreifen über Grandlstraße

Deshalb begleitet sie ihre beiden Sprösslinge. Das sei aber keine Dauerlösung, denn die Kinder wollten irgendwann auch ohne Eltern zur Schule gehen – vor allem, wenn ihre Freunde auch allein unterwegs seien.

Und Gora-Stahlberg weiß, dass zahlreiche Eltern so denken. „Morgens und mittags pilgern dort viele Familien entlang.“ Das Problem besteht seit diesem Schuljahr, denn die Stadt hat wegen der neuen Grundschule an der Hermine-von-Parish-Straße die Sprengel geändert. Jetzt besuchen einige Kinder, die nördlich des Würmkanals wohnen, die Osel- statt der Grandlschule.

Obermenzing: Das sagt der Bezirksausschuss zu einem weiteren Zebrastreifen über die Grandlstraße

Eigentlich sei die Stelle ideal für einen Schulweghelfer, meint Gora-Stahlberg. Allerdings fehlten dafür Ehrenamtliche. Deshalb schlagen sie und die anderen Eltern einen Zebrastreifen auf der Würmbrücke vor. Davon würden auch die zahlreichen Spaziergänger profitieren, die am Würmkanal unterwegs seien, meint Gora-Stahlberg.

Unterstützung erhält sie vom Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing. Die Grünen hatten einen Fußgänger­überweg auf der Kanalbrücke beantragt. Sven Wackermann (CSU) bezweifelte allerdings, ob es richtig sei, diesen „mitten auf der Kreuzung“ anzubringen.

Auch Constanze Söllner-Schaar (SPD) wollte die Position lieber offenhalten. Das Gremium forderte die Stadt auf, in diesem Bereich eine sinnvolle Querungsmöglichkeit zu schaffen.

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