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Obermenzinger Bürger fordern sichere Radlrouten im Münchner Westen

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Von: Ursula Löschau

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Irmela Strohhacker aus Obermenzing kämpft weiter für den Radwegausbau an der Goteboldstraße.
Irmela Strohhacker aus Obermenzing kämpft weiter für den Radwegausbau an der Goteboldstraße. © Ursula Löschau

Die Radweglücke an der Goteboldstraße bleibt für die Obermenzinger weiter Thema, doch es fehlen Ausbauflächen für den neuen Weg. Jetzt soll ein Mediator helfen.

München-West - Irmela Strohhacker gibt nicht auf. Die Obermenzingerin sagt: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Und in diesem Fall nicht nur sprich- sondern wortwörtlich, denn es geht nach wie vor um die Radweglücke zur Langwieder Seenplatte an der Goteboldstraße. In der Bürgerversammlung für Obermenzing mahnte Strohhacker: „Ich glaube nicht, dass sich die Stadt der Gefährlichkeit dieser Strecke bewusst ist.“ Anders kann sie es sich nicht erklären, dass jahrelange Verhandlungen mit den Besitzern der noch fehlenden Grundstücke zu nichts führten.

Ihr Antrag: Wenn die Stadt in den Gesprächen mit den Eigentümern zu keinem Ergebnis kommt, soll sie sich von einem Mediator helfen lassen. Die Obermenzinger folgten dem Vorschlag einstimmig.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Fehlender Radweg an der Goteboldstraße: OB Reiter reagiert auf Bürger-Forderung

Anlass für Strohhackers erneuten Vorstoß ist ein für sie enttäuschender Brief von Oberbürgermeister Dieter Reiter. Er verweist auf die Probleme beim Erwerb der nötigen Flächen für einen durchgehenden Rad- und Fußweg. Die Mehrzahl der Besitzer wolle nicht verkaufen. Besonders schwierig sei eine Einigung mit Eigentümergemeinschaften. Zum Stichwort „angemessene Entschädigung“, das immer wieder zur Sprache kommt, verweist der OB auf eine objektive Einschätzung von Grundstückspreisen durch das städtische Bewertungsamt.

An diese sei die Stadt gebunden und könne „individuellen Preisvorstellungen einiger Eigentümer nicht nachgehen“. Strohhacker kontert: Vielleicht könne man auch über andere Grundstücke als Ausgleich verhandeln.

Wenig verspricht sie sich zudem von Reiters Ankündigung, dass das Baureferat im August und September die Goteboldstraße zwischen der Auenbrugger- und der Lochhausener Straße sanieren werde. Dabei soll laut OB „auch die Gehbahnverbindung in diesem Abschnitt vervollständigt und die bereits bestehende Gehbahn verbreitert werden“. Allerdings schränkt er gleich ein, dass auch für den Gehweg ein Grundstück fehlen würde und eine „verbindliche Aussage“ über die Realisierung „aktuell nicht möglich“ sei.

Bürgerversammlung Obermenzing: Forderung nach mehr Radwegsicherheit im Stadtbezirk

Handlungsbedarf in Sachen Radwegsicherheit sieht die Bürgerversammlung übrigens auch weiter südlich, in der Lochhausener Straße zwischen der Gotebold- und der Pippinger Straße. Auf Antrag eines Obermenzingers wird gefordert, diesen Abschnitt als Fahrradstraße auszuweisen. Auch dort würden viele von und zur Seenplatte radeln. Dieter Galles vom Mobilitätsreferat zeigte sich skeptisch. Dort verkehre der Linienbus. Zudem habe die Lochhausener Straße an beiden Enden dieses Abschnitts keine Anbindung an einen Radweg – was man vor Ort bekanntlich ja gerne ändern würde.

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