Fünftägiges Fest mit vielfältigem Programm

100 Jahre Burschenverein Obermenzing - so soll die Stadt mitfeiern

Der Burschenverein Obermenzing feiert seinen 100. Geburtstag.
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Der Burschenverein Obermenzing feiert seinen 100. Geburtstag.
  • Ursula Löschau
    VonUrsula Löschau
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Fünf Tage Programm für Jung und Alt: Der Burschenverein Obermenzing feiert im September sein 100-jähriges Bestehen mit einem großen Fest. Das wird geboten...

Obermenzing - Die mit Abstand größte Konstante in der 100-jährigen Geschichte des Burschenvereins Obermenzing ist der Maibaum. Und dann ist da noch diese „starke Gemeinschaft“, wie der amtierende Vorsitzende Michael Hanslik (29) betont. Eine Vereins- und Ortsverbundenheit, die auch etliche Turbulenzen in der Geschichte überstanden hat und zum Jubiläum vom 8. bis 12. September mit einem fünftägigen Fest fürs ganze Viertel (s. Kasten) gefeiert werden soll.

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100 Jahre Burschenverein Obermenzing: Mitglieder freuen sich auf Jubiläums-Fest

Denn Geselligkeit war den Burschen schon immer ein großes Anliegen. Bis Ende der 60er-Jahre veranstaltete der Verein unter anderem auch Mai-, Kathrein- und Erntedanktänze sowie Faschingsveranstaltungen. „Aber die Freizeit- und Reiseinteressen der Leute wurden immer vielfältiger“, berichtet Hanslik.

So konzentrierte man sich zunehmend auf die Hauptaufgabe Maibaum, inklusive der Pflege der außergewöhnlichen dreidimensionalen Figuren, die den Obermenzinger Baum zieren. „Da ist viel handwerkliche Arbeit dabei. Und es macht sehr viel Spaß“, sagt Andreas Lethmair. Der heute 53-Jährige kam mit 16 Jahren dazu, war viele Jahre lang im Vorstand und ist dem Verein nun als sogenannter Altbursche treu. 69 dieser „ehemaligen Aktiven“ sind aktuell dabei.

Daniel Brems, Andreas Lethmair und Michael Hanslik (v.li.) freuen sich auf ein Jubiläumsfest für alle Generationen.

100 Jahre Vereinsbestehen: Mitglieder über Traditionen und Veränderungen im Burschenverein

Für die derzeit 20 Burschen plus vier Anwärter gilt: „ab 16 Jahren, unverheiratet und in Obermenzing wohnend“, so Hanslik. Diese Aufnahmevoraussetzungen für die „Aktiven“ sind dieselben wie einst, jedoch können seit 2006, als der Verein eingetragen und als gemeinnützig anerkannt wurde, alle Interessierten als Fördermitglieder beitreten. Im Moment sind das 72, davon 36 Frauen. „In der Summe haben wir damit jetzt den höchsten Mitgliederstand seit jeher“, freut sich der Vorsitzende.

Auch auf absehbare Zeit machen er und sein Stellvertreter Daniel Brems sich keine Sorgen um die Nachwuchswerbung. „Das geht wie früher über Mund-­zu-Mund-Propaganda, von Freund zu Freund. Und von den Altburschen kommt auch Nachwuchs“, sagt Brems. Zudem sind die Mitglieder in den sozialen Medien aktiv. „Das muss man deutlich mehr bespielen, sonst wissen die Leute bald nicht mehr, woher der Maibaum kommt“, nennt Hanslik ein weiteres Beispiel dafür, was sich für den Verein geändert hat.

Beim Blick in die Zukunft ist er vor allem gespannt, wie sich der Ort insgesamt verändern wird. „Obermenzing wird immer mehr vom Dorf zum Stadtteil.“ Eine Konstante aber bleibt: „Der Maibaum-Standort ist im Grundbuch eingetragen und gesichert.“

Fest für den ganzen Stadtteil

Auf ihr Fest zum 100-jährigen Vereinsbestehen arbeiten die Obermenzinger Burschen seit 2019 hin. Das Ergebnis: ein Programm für Jung und Alt vom 8. bis 12. September auf der Wiese an der Weinschenkstraße, der Großteil ist gratis. Los geht’s mit dem Bieranstich am Donnerstag, 8. September, ab 16 Uhr mit der Trachtenkapelle Pähl. Weitere Höhepunkte: Blasmusik, Oldtimertreffen und mehr am Samstag, 10. September, sowie die Fahnenweihe am Sonntag, 11. September, mit Festumzug durch Obermenzing.

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