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OB Reiter lässt Vorschläge von Bürgern prüfen: Von Büschen, Würmzugang und Schwimmbadnot 

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Von: Ursula Löschau

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Wie sich Bürger für Allach engagieren, erlebte OB Reiter (3.v.li.) bei seinem Besuch. An dieser Stelle neben der stillgelegten Kneipp-Anlage wird zum Beispiel ein flacher Zugang zur Würm gewünscht.
Wie sich Bürger für Allach engagieren, erlebte OB Reiter (3.v.li.) bei seinem Besuch. An dieser Stelle neben der stillgelegten Kneipp-Anlage wird zum Beispiel ein flacher Zugang zur Würm gewünscht. © Ursula Löschau

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter rief jüngst Bürger auf, ihm Vorschläge zu schicken, was in ihrem Viertel schöner werden soll. Nun hat sich Reiter in Allach umgehört:

ALLACH „Schee habt ihr’s hier“, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter bei seinem jüngsten Stadtteilbesuch in Allach. Was aber nicht heißen sollte, dass es nicht noch schöner werden könnte. Wie? Dazu haben Bürger jüngst auf einen entsprechenden Aufruf Reiters hin reagiert und zahlreiche Vorschläge zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität eingereicht. Was genau gewünscht wird, ließ sich das Stadtoberhaupt jetzt vor Ort zeigen.

In Allach ging es dabei um folgende Schwerpunkte: eine Aufwertung der Grünanlage an der Servetstraße sowie des ehemaligen Sommerbadgeländes und den dringenden Wunsch nach einem Schwimmbad.

OB Reiter antwortet auf Allacher Bürgerwünsche: Zugang zur Würm statt Kneipp-Anlage?

So will Reiter nun erneut klären lassen, welche Chancen bestehen, die Kneipp-Anlage an der Servetstraße noch einmal zu reaktivieren. Für erfolgversprechender hält er jedoch Alternativvorschläge von engagierten Bürgern wie Ursula Schleibner (Foto: 3.v.re.) von der Naturschutzgruppe „Würmranger“ und Barbara Gillessen (4.v.re.).

Die haben einen abgeflachten Zugang zur Würm am Ufer direkt neben der stillgelegten Anlage zur Diskussion gestellt. Aus dem ausgetrockneten, künstlichen Würmarm könne dann beispielsweise ein Barfußpfad werden. Reiter gefiel die Idee: „Einen einfachen, flachen Zugang zur Würm hier lasse ich prüfen. Es wird sicher kein öffentlicher Badeplatz werden, aber wir können beim Herrichten helfen und dann ist Eigenverantwortung gefragt.“ Auch Spielgeräte könne er sich dort vorstellen.

Geprüft wird zudem der Bürgervorschlag, den Weg durch die Grünanlage an der Würm zu beleuchten. Außerdem wollen die „Würmranger“ ihre dortige „Insekten-Oase“ – einen abgeteilten Bereich mit einer üppigen Blühwiese – noch etwas erweitern und mit Büschen einfassen. „Ich hab’ damit kein Problem“, so der Oberbürgermeister. Das will er nun der Gartenbauabteilung auch so mitteilen.

OB Reiter antwortet auf Allacher Bürgerwünsche: Eher ausweichende Antwort zu Schwimmbad

Für das Gelände des früheren Allacher Sommerbads hat Gillessen unter anderem Tore zum Bolzen angeregt. Auch darauf ging Reiter wohlwollend ein. „Zwei Metalltore? Das sollten wir hinbekommen.“ Vorsichtiger antwortete er auf die Forderungen nach Schwimmangeboten im Stadtbezirk, angefangen bei einem Natur- oder Flussbad auf dem Sommerbadareal bis hin zu einem modernen Hallen- und Freibad. Diese Aufgabenstellung gebe er weiter, sagte Reiter, verwies allerdings gleich auf die Kosten und die Verkehrsauswirkungen, die ein Bad erzeuge.

Hallo gegenüber betonte Reiter, dass er gerade bei „kleinteiligen“ Projekten noch viel stärker auf direkte Bürgerbeteiligung und -mitsprache setzen wolle. „Die Nutzer und Anwohner kennen sich am besten aus und haben oft die besten Ideen. Das ist die Zukunft der Bürgerbeteiligung, wie ich sie mir wünsche.“ Stadtweit haben rund 200 Bürger mit Vorschlägen auf die Kampagne zur Steigerung der Aufenthaltsqualität reagiert.

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