Stephanusgemeinde in Nymphenburg nach langer Vakanz unter neuer Leitung

Pfarrer Rolf Hartmann: sein ungewöhnlicher Werdegang und seine Vision von Kirche

  • Ursula Löschau
    VonUrsula Löschau
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Nach fast einem Jahr Wartezeit hat die Stephanuskirche in Nymphenburg wieder einen geschäftsführenden Pfarrer: Rolf Hartmann wird am Sonntag in sein neues Amt eingesetzt.

Rolf Hartmann im Garten des Stephanus-Pfarrhauses, das im Moment noch saniert wird.

Nymphenburg - Fast auf den Tag genau vor einem Jahr wurde Pfarrerin Sabine Arzber­ger in der Stephanuskirche verabschiedet. Nun wird am Sonntag, 26. September, Rolf Hartmann (53) als Nachfolger in sein Amt als geschäftsführender Pfarrer dort eingeführt.

Pfarrhaus wird für rund eine halbe Million Euro saniert

Die Zwischenzeit wurde unter anderem dazu genutzt, das Pfarrhaus für rund eine halbe Million Euro zu sanieren. Im November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann zieht Hartmann mit seinem Mann an der Nibelungenstraße 51 ein. „Das ist wie Heimkommen“, freut er sich. Denn: Hartmann kennt und liebt den Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg seit langem.

Vorerst wohnt der 53-Jährige noch im Hasenbergl, wo er in den vergangenen fünf Jahren die Evangeliumskirche geleitet hat. Das war überhaupt Hartmanns erste Stelle als Pfarrer. Davor war er vor allem in der Welt der Medien und des Buches unterwegs. „Ich habe mich schon während des Studiums für christliche Medienarbeit interessiert“, sagt er.

Erst mit 45 Jahren beschloss Rolf Hartmann, Pfarrer in der Gemeindearbeit zu werden

Außerdem seien Vikariats-Stellen in der Zeit nach seinem Theologiestudium 1997 knapper als heute gewesen. Also arbeitete er bei verschiedenen Verlagen mit kirchlichem Bezug und lebte rund 18 Jahre lang in der Volkartstraße in Neuhausen. Die Entscheidung für einen „radikalen Neustart“ fiel 2013. Betroffen von einem Stellenabbau, entschloss er sich im Alter von 45 Jahren, sein zweites Examen plus Vikariat nachzuholen und als Pfarrer in die Gemeindearbeit zu gehen.

Die evangelische Stephanuskirche an der Nibelungenstraße 51.

„Ich mag es einfach, mit Menschen umzugehen“, sagt er und ist froh über seine Entscheidung. Auch darüber, dass er sich mit Erfolg für die offene Stelle in der Stephanuskirche beworben hat. „Mich reizt die ganze Gemeindegeschichte hier“, betont der Musikliebhaber und lobt die Chorarbeit und Konzerttradition in seiner neuen Wirkungsstätte, ebenso die „große Bandbreite vom Arbeiter- bis zum Villenviertel“ im Stadtteil.

Für Ökumene und Zusammenarbeit im Stadtbezirk

Besonders gut gefallen ihm „der große Bürgersinn und die Gemeinschaft hier“. Dies zeige sich unter anderem an der Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen im Viertel – von der Ökumene bis hin zu den Schulen. Das passt zu seiner Vision von Kirche, „ein Anlaufpunkt für Menschen“ zu sein – „ein Ort der Ruhe, der Kultur und natürlich auch für alle spirituellen Fragen“.

Rubriklistenbild: © ul

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