1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München West

Bus- und Radspur in der Neuhauser Wendl-Dietrich-Straße ein „Schildbürgerstreich“?

Erstellt:

Von: Ursula Löschau

Kommentare

Alexandra Dörrie zeigt ein tägliches Problem in der Wendl-Dietrich-Straße auf: Bus- und Radlspur samt Gehweg sind verstellt, der Bus wird ausgebremst.
Alexandra Dörrie zeigt ein tägliches Problem in der Wendl-Dietrich-Straße auf: Bus- und Radlspur samt Gehweg sind verstellt, der Bus wird ausgebremst. © Ursula Löschau

Von der Rad- und Busspur in der Wendl-Dietrich-Straße ist eine Anwohner nicht überzeugt: Sie kritisiert die Planung zum Modellversuch und fordert Tempo 30.

Neuhausen - Täglich beobachtet Alexandra Dörrie ungezählte Male, wie Liefer- und Kundenfahrzeuge auf der kombinierten Rad- und Busspur in der Wendl-Dietrich-Straße parken, teils auch den Gehweg zustellen und die Busfahrer zu Ausweichmanövern zwingen. Außerdem sei der Verkehr insgesamt schneller geworden, weil die Straße breiter erscheine, berichtet die Anwohnerin. Ihr Fazit nach eineinhalb Jahren Modellversuch fällt vernichtend aus: „Die ganze Planung ist ein Schildbürgerstreich.“ In der jüngsten Bürgerversammlung für Neuhausen-Nymphenburg forderte Dörrie daher Gegenmaßnahmen.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Rad- und Busspur in der Wendl-Dietrich-Straße: Bürgerin mit Fazit und Verbesserungsvorschlag

Am einfachsten wäre es ihrer Meinung nach, wenn die Stadt die Rad- und Busspur zwischen Winthir- und Rotkreuzplatz wieder aufheben würde. Sie zweifelt an deren Nutzen: „Ich sehe nicht, dass dieser kurze Abschnitt den Busverkehr beschleunigt.“ Alternativ schlägt sie eine Einbahnregelung vor und fordert zudem eine durchgängige Tempo-30-Beschränkung vom Steuben- bis zum Rotkreuzplatz. Letzteres stieß bei der Bürgerversammlung auf große Zustimmung. Das Aus für die Extraspur oder eine Einbahnstraße fanden keine Mehrheit.

Seitens der Stadt gibt es noch keine Entscheidung. „Die Verkehrsuntersuchung zum Thema Bus-Radspuren hängt mit dem dritten Maßnahmenpaket Busbeschleunigung zusammen, das sich verzögert hat“, teilt Christina Warta vom Mobilitätsreferat (MOR) auf Hallo-Anfrage mit. Diese Untersuchung, die nun im Sommer stattfinden solle, sei jedoch die Voraussetzung für den Abschluss des Versuches und gegebenenfalls für eine endgültige bauliche Herstellung der Bus-Rad-Spur. Der Stadtrat werde im Beschlussentwurf zum vierten Maßnahmenpaket voraussichtlich Anfang 2023 über die Ergebnisse informiert und angehört, erklärt Warta.

So lange will Alexandra Dörrie nicht warten. Sie empfindet die Situation als „unübersichtlicher und gefährlicher als vorher“. Nun will sich die Anwohnerin an den Neuhauser Bezirksausschuss wenden und hofft auf dessen Unterstützung.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare