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Wege vereinfachen, Barrieren abbauen: Bürger-Anträge zur ÖPNV-Verbesserung in Neuhausen-Nymphenburg

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Von: Ursula Löschau

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Friederike Meyer und Thomas Bedacht setzen sich für eine Bushaltestelle am U-Bahn-Aufzug Höhe Volkartstraße ein. Eine Bucht wäre vorhanden.
Friederike Meyer und Thomas Bedacht setzen sich für eine Bushaltestelle am U-Bahn-Aufzug Höhe Volkartstraße ein. Eine Bucht wäre vorhanden. © Ursula Löschau

Eine Bushaltestelle am U-Bahn-Aufzug Volkartstraße und die Verbindung zweier Tramlinien: Das sagt die MVG zu den ÖPNV-Verbesserungen aus der Bürgerversammlung.

Neuhausen - Wie könnte man die ÖPNV-Nutzung in Neuhausen-Nymphenburg für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste vereinfachen? Friederike Meyer, die selbst auf einen Rollstuhl angewiesen ist, und ihr Lebensgefährte Thomas Bedacht haben in der jüngsten Bürgerversammlung für den Stadtbezirk zwei Verbesserungsvorschläge eingebracht.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Weniger Barrieren und einfachere Wege: Anträge der Bürgerversammlung zur ÖPNV-Verbesserung

Um auf kürzestem Weg zum U-Bahn-Aufzug an der Ecke Volkartstraße zu kommen, beantragten die Bürger eine zusätzliche Bushaltestelle für die Linie 144 in Richtung Rotkreuzplatz. „Während eines Schienenersatzverkehrs hat es dort schon mal eine Haltestelle gegeben“, berichtete Meyer. Außerdem komme ein Haltepunkt an der Nymphenburger Straße beim Rotkreuzklinikum auch dessen Besuchern und Patienten zugute, ergänzte Bedacht. Die Versammlung nahm den Antrag einstimmig an.

Die MVG bremst jedoch die Erwartungen. Auf Hallo-Anfrage erklärt Sprecher Maximilian Kaltner: „Bei Einführung der Linie 144 wurde eine entsprechende Haltestelle geprüft. Der Platzbedarf des Aufzugs auf der Südseite und des Radwegs sowie die zu kurze Aufstellfläche auf der Nord- und Südseite des Knotens machen eine Bushaltestelle dort unmöglich.“ Ein barrierefreier Umbau wäre zudem nicht machbar. Ersatzhalte­stellen dagegen bestünden nur kurzfristig. „Als Daueranordnung sind sie in den meisten Fällen ungeeignet.“

Meyers zweiter Antrag, die Tramlinien 12 und 16 am Romanplatz – wie vor dem Umbau – wieder zu verknüpfen, soll mühsame Umstiege verhindern. Dagegen spricht laut MVG jedoch die unterschiedliche Auslastung der beiden Linien. Kaltner: „Die Fahrgastnachfrage der Linie 12 ist wesentlich geringer als die der Linie 16, sodass die Linie 12 aus wirtschaftlichen Gründen mit kleineren dreiteiligen Fahrzeugen gefahren wird.“ Die Linie 16 benötige aber größere Kapazitäten.

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