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Für Demokratie und Frieden üben ‒ Das Erasmus-Projekt an der Winthirschule

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Von: Ursula Löschau

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Beim Planspiel Demokratie in der Turnhalle der Winthirschule sitzen an jedem Tisch Schüler aus sechs Ländern, um gemeinsam eine Idee auszuarbeiten. Projektsprache ist Englisch.
Beim Planspiel Demokratie in der Turnhalle der Winthirschule sitzen an jedem Tisch Schüler aus sechs Ländern, um gemeinsam eine Idee auszuarbeiten. Projektsprache ist Englisch. © Ursula Löschau

Das Treffen von Schülern aus sechs Ländern im Rahmen des Erasmus-Programms an der Winthirschule war nach zwei Jahren endlich möglich. So läuft das Projekt ab:

Neuhausen - Darauf haben rund 280 Schüler der Mittelschule am Winthirplatz im Rahmen des EU-Bildungs­programms Erasmus fast zwei Jahre lang hingearbeitet: 30 Schüler und 13 Lehrer aus den Partnerländern Italien, Portugal, Polen, Schweden und Finnland waren diese Woche in Neuhausen zu Gast. „Die Freude ist sehr groß. Endlich kann man sich persönlich sehen und kennenlernen, nachdem bisher aufgrund der Pandemie alles lediglich im Online-Format stattfinden konnte“, erklärt Projektleiterin Veronika Gonzalez.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Üben für Frieden und Demokratie: Das Erasmus-Projekt der Mittelschule am Winthirplatz

Für die Schüler aus sechs Ländern im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren geht es laut Gonzalez darum, „gemeinsam zu lernen, sich auszutauschen, zu handeln und das Wissen dann auch innerhalb ihrer Schulen weiterzugeben“. In den vergangenen Tagen hat es dazu Unterrichtsbesuche mit Workshops, ein Planspiel zum Thema Demokratie, die Aufnahme eines eigenen Erasmus­-Songs mit der Schulband sowie kulturelle Aktivitäten in München gegeben.

Vor dem Hintergrund des Angriffskrieges auf die Ukraine habe das gesamte Projekt und der aktuelle Schüleraustausch nochmals an Bedeutung gewonnen, betont die Lehrerin. „Wir wollen ein demokratisches Europa sein und zur Verständigung und zum Frieden beitragen. Aber Demokratie ist nicht selbstverständlich. Die Schüler müssen die Prozesse lernen und in der Praxis üben.“

Untergebracht waren die Jugendlichen überwiegend bei Neuhauser Familien. Finanziert wird das Ganze mit Fördermitteln der EU, die das laufende Erasmus-Programm der Pandemie wegen von zwei auf drei Jahre bis August 2023 verlängert hat. Nach dem Treffen in Neuhausen stehen für die Winthir­schüler jetzt die Gegenbesuche in anderen Ländern an. Im Oktober geht’s nach Portugal, im Januar nach Polen und im April nach Italien.

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