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Fürs Machwerk wird die Zeit knapp: Neuhauser Kreativwerkstatt sucht neue Räume

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Von: Ursula Löschau

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Katharina Müller sucht für die Kreativwerkstatt Machwerk nach 17 Jahren eine neue Bleibe im Stadtteil Neuhausen.
Katharina Müller sucht für die Kreativwerkstatt Machwerk nach 17 Jahren eine neue Bleibe im Stadtteil Neuhausen. © Ursula Löschau

Das Neuhauser Machwerk steht nach 17 Jahren vor dem Aus. Die Kreativwerkstatt muss Ende April raus aus ihren Räumen und hat nun enormen Zeitdruck bei der Raumsuche.

München / Neuhausen ‒ Der Machwerk-­Verein hängt in der Luft. Der Mietvertrag für die Räume der offenen Atelier- und Experimentier-Werkstatt an der Schulstraße 1 läuft bald aus. Mit einer Verlängerung sei nicht zu rechnen, bedauert die Vereinsvorsitzende Katharina Müller (53). Und eine Alternative gebe es noch nicht. „Wenn wir bis April nichts Neues gefunden haben, müssen wir aufhören“, sagt Müller.

Seit 17 Jahren bietet die offene Atelierwerkstatt „künstlerisch Interessierten, Heimwerkern, Malern, Anfängern, Profis und Familien Raum zum Ausprobieren und Umsetzen ihrer Ideen“, so die Idee der Künstlerin und Kreativtherapeutin und ihrer Mitstreiter. Die Aktivitäten reichen von regelmäßigen Kinder-Werkkursen über Atelierplätze für Maler oder Keramikkünstler bis zu Vermietungen für Firmenevents oder Geburtstagsfeiern.

Machwerk vor dem Aus: Mietvertrag wird nicht verlängert ‒ Das führt zu Zeitdruck

Zudem engagiert sich der Verein ehrenamtlich bei Stadtteilaktionen wie dem offenen Bücherschrank beim Kiosk an der Ecke Nymphenburger-/ Waisenhausstraße und bietet in der Machwerk-Akademie Fortbildungen im Bereich Werkstattpädagogik an.

„Wir sind hier bekannt und wollen auch in Neuhausen bleiben“, sagt Katharina Müller. Im vergangenen September habe sie erfahren, dass der Mietvertrag für Werkstatt und Lagerräume, zusammen etwa 70 Quadratmeter, mit Ablauf am 30. April nicht mehr verlängert werde. Seitdem suche sie im Viertel nach Alternativen. Auch die Bitte an den BA Neuhausen-Nymphenburg, sich bei städtischen Stellen umzuhören, sei bislang ergebnislos geblieben. „Wir sind unter Zeitdruck,“ klagt Müller.

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