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Singen ist für ihn das Allergrößte: Großes Finale für Kantor und Komponist Andreas Hantke

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Von: Ursula Löschau

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Andreas Hantke geht nach 42 Jahren als Kirchenmusiker in den Ruhestand. Er hat ein großes Repertoire an weltlichen und geistlichen Kinderliedern, Singspielen und Musicals geschaffen.
Andreas Hantke geht nach 42 Jahren als Kirchenmusiker in den Ruhestand. Er hat ein großes Repertoire an weltlichen und geistlichen Kinderliedern, Singspielen und Musicals geschaffen. © Ursula Löschau

Musikalisches Finale für Andreas Hantke (65) in der Christuskirche in Neuhausen: Der Kantor und Komponist feiert seinen Abschied mit einem Kinderliederfest.

Neuhausen - Ihm hat nicht gefallen, was es in den 70er-Jahren speziell an geistlichen Kinderliedern gab. „Es fehlten kindgerechte und der Zeit entsprechende Stücke“, sagt der Kirchenmusiker Andreas Hantke. Also fing er an, selbst zu komponieren und zu texten. In 42 Jahren entstanden so Hunderte von Liedern sowie 30 bis 40 Musicals, Sing- und Krippenspiele für Kinder und Jugendliche. Viele davon wurden in den vergangenen 13 Jahren an der evangelischen Christuskirche in Neuhausen, wo Hantke seit 2009 Kantor ist, gesungen und aufgeführt.

Und wenn sich der 65-Jährige Ende Juni in den Ruhestand verabschiedet, liegt wohl auf der Hand, wie er das tut: vor allem mit einem großen Kinderliederfest am Samstag, 25. Juni, ab 18 Uhr (siehe Kasten).

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Großes musikalisches Finale: Kirchenmusiker Andreas Hantke verabschiedet sich in den Ruhestand

Singen sei für ihn schon immer „das Allergrößte, das es gibt auf dieser schönen Welt“. So heißt es auch in einem seiner vielen Lieder. „Meine Eltern haben geschildert, dass ich eher gesungen als gesprochen habe“, erzählt der Kirchenmusikdirektor. Seine Begeisterung und Begabung fürs Liedermachen entdeckte er in seiner vorigen Wirkungsstätte, der Pfarrei St. Johannes in Haidhausen.

„Damals kamen die Krabbelgottesdienste ganz neu auf. Dafür gab es gar kein Material. Also habe ich für jeden dieser Gottesdienste ein neues Spiellied komponiert. Die Eltern sollten Spaß am Mitsingen haben und natürlich auch die Kleinkinder einbeziehen“, erinnert er sich. „Und es wurde sehr gut angenommen“, ergänzt er zufrieden. Das zeigen auch zahlreiche Veröffentlichungen, Liedersammlungen und CDs mit Hantkes Stücken, die zum Teil im gesamten deutschsprachigen Raum vertrieben und aufgeführt werden.

Kantor und Komponist Andreas Hantke: Rückblick auf Zeit in Neuhauser Pfarrgemeinde

Vor allem aber kennt man seine Musik in seiner Neuhauser Pfarrgemeinde – und das alters­übergreifend. Als Kirchenmusiker betreut er dort bis heute drei Kinder- und zwei Erwachsenenchöre sowie einen Seniorenchor mit zusammen rund 230 Singenden. Letzteren hat er 2012 als Dekanatskantor für München-West für Interessierte aus 13 Pfarreien gegründet.

Die Corona-Beschränkungen der vergangenen zwei Jahre stellten Hantke und seine Chormitglieder vor ganz besondere Herausforderungen. Doch auch hierbei half die Musik. „Zum Glück haben wir einen großen Saal, in dem wir mit bis zu 30 Personen proben durften. In der Kirche konnten wir mit acht Sängern etwas machen. Also haben wir über sechs Monate lang in jedem Gottesdienst mit einem Oktett Chormusik gemacht“, erzählt er. Und: „Die Kirche war voller als in den Jahren davor. Die Besucher waren dankbar, Live-Musik erleben zu können.“

Abschied mit eigenen Liedern und „Elias“

Andreas Hantke veranstaltet zum Abschied am Samstag, 25. Juni, ein Kinderliederfest. Welche seiner Stücke ab 18 Uhr in der Christuskirche am Dom-Pedro-Platz vom Babel-Quartett und dem Seraphin-Ensemble vorgetragen werden, entscheiden die Besucher selbst. Sie konnten auf der Internetseite www.andreashantke.voog.com ihre Lieblingslieder auswählen und sind beim Fest herzlich zum Mitsingen eingeladen. Das Programm zum Finale am Sonntag, 26. Juni, ab 18 Uhr steht dagegen schon fest: das Elias-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy.

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