Im Lizenzgebiet wird’s eng

Ärger wegen Parkverbot in Neuhausen: Anwohner fordern altes Gehwegparken zurück

Kai Kress (re.) und seine Nachbarn wünschen sich das halbseitige Parken auf dem breiten Gehweg der Jadgstraße zurück.
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Kai Kress (re.) und seine Nachbarn wünschen sich das halbseitige Parken auf dem breiten Gehweg der Jadgstraße zurück.
  • Ursula Löschau
    VonUrsula Löschau
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In Neuhausen regen sich Anwohner der Jagdstraße über das 2019 eingeführte Gehweg-Parkverbot auf. Seitdem sei die Straße durch die, auf der Fahrbahn geparkten, Autos viel zu eng.

Neuhausen - Das Parkraummanagement hat die Situation für die Anwohner der Jagdstraße im Abschnitt zwischen der Winthir- und der Renatastraße nicht unbedingt verbessert. Mit der Parklizenz Ende 2019 kam nämlich auch ein Gehweg-Parkverbot.

Und seit die Autos beidseitig auf der Straße abgestellt werden, ist die Fahrbahn so verengt, dass die Müllabfuhr nicht mehr durchkommt. Die Folge: Seit Juni 2020 darf an drei Wochentagen von jeweils 7 bis 14 Uhr auf der Nordseite gar nicht mehr geparkt werden. „Das kommt uns vor wie eine Strafe“, ärgert sich Kai Kress.

Zusammen mit seinem Nachbar Frank Ehrenfels hat er bei der jüngsten Bürgerversammlung in Neuhausen deshalb eine Rückkehr zum halbseitigen Gehwegparken beantragt und rund 80 Unterschriften dafür an die Verwaltung übergeben.

Neuhauser Polizei klärt auf

Die Chancen jedoch scheinen eher schlecht zu stehen. Die Mehrheit der Versammlung lehnte den Wunsch ab. Die Neuhauser Polizei erklärt dazu auf Hallo-Anfrage: „Mit Einführung des Parklizenzgebietes ‚Rotkreuzplatz Nord‘ wurde sämtliches Gehwegparken vom KVR untersagt. Dies ist die gängige Praxis.“

Alternativ müssten in Lizenzgebieten Stellplätze auf Gehwegen „angeordnet und abmarkiert werden“. Weil der Restgehweg dann zu schmal sei, wäre dies nicht möglich.

Dem widersprechen die Anwohner: „Hier wurde jahrzehntelang auf dem Gehweg geparkt und es blieb immer genügend Platz für die Fußgänger. Dafür ist es jetzt auf der Straße so eng, dass es für Radfahrer oft gefährlich wird“, sagt Kress.

Immerhin sei die Jagdstraße Schulweg vieler Kinder. Die Bürger bleiben daher bei ihrer Forderung und wollen sich als nächstes an den BA wenden. Übrigens: Parken auf Gehwegen kostet je nach Dauer und Behinderungsgrad zehn bis 35 Euro.

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