Stadt will den Tunnel

Drei Varianten untersucht - Planungsreferat spricht sich für Unterführung an der Brunhamstraße aus

Eine Unterführung soll die Schranke an der Brunhamstraße ersetzen.
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Eine Unterführung soll die Schranke an der Brunhamstraße ersetzen.
  • Andreas Schwarzbauer
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Der Bahnübergang an der Brunhamstraße soll durch eine Unterführung ersetzt werden. Das Planungsreferat testete drei Optionen und spricht sich für Tunnel aus.

Die Stadtverwaltung will die Schranke an der Brunhamstraße am Neuaubinger Bahnhof durch eine Unterführung mit einem beidseitigen Fuß- und Radweg ersetzen. Das Planungsreferat hatte drei Szenarien untersucht: das Beibehalten der Schranke, die Schließung des Bahnübergangs für den motorisierten Verkehr oder eben eine Unterführung.

Mit dem Bau der Zweiten Stammstrecke würden sich die Schließzeiten der Schranke auf 46 Minuten pro Stunde erhöhen. Dadurch werde es zu langen Rückstaus kommen: Auf der Bodenseestraße sei zwischen Limesstraße und am Gleisdreieck eine zusätzliche Fahrspur in Richtung Freiham nötig, damit der Verkehr nicht von den Linksabbiegern in die Brunhamstraße blockiert werde. Auf der Limesstraße würde die Autoschlange bis über die Kreuzung mit der Wiesentfelser Straße hinausreichen. Dies sei „verkehrlich nicht mehr tragbar“.

Unterführung in Neuaubing: Schranke und Umgehungsstraße zeigen mehr Nachteile

Wenn der Bahnübergang geschlossen wird, müsste die Brunhamstraße durch eine Verbindung parallel zu den Bahngleisen an die Unterführung am Gleisdreieck angeschlossen werden. Dadurch könnte der Verkehr zwar leistungsfähig abgewickelt werden. Aber: Autofahrer, die Richtung Aubing, Freiham oder A99 wollen, müssten einen Umweg von 1,6 Kilometern machen.

Das Planungsreferat befürchtet daher Schleichverkehr durch die Papin- und die Centa-Hafenbrädl-Straße. Der Bus 267 von Neuaubing nach Gräfelfing sei dann ebenfalls länger unterwegs. Die Läden südlich und nördlich der Bahnlinie seien nicht mehr so gut erreichbar. Für die neue Verbindungsstraße müsste die Stadt zahlreiche Grundstücke erwerben und den Parkplatz des Obi-Baumarktes verlegen. Die Nachteile dieser Option überwiegen für die Stadt zu deutlich.

Bei einer Unterführung müsste zwar die Kreuzung mit der Bodenseestraße um bis zu einen Meter tiefergelegt werden. Und der Verkehr in der Brunhamstraße werde erheblich zunehmen. Für die Stadtverwaltung wäre das dennoch die bevorzugte Variante. Im März soll der Stadtrat die Unterführung beschließen.

In Gräfelfing regt sich dagegen Widerstand. Die Grünen befürchten, dass der Verkehr auf der Aubinger Straße, zu der die Brunhamstraße in Lochham wird, um bis zu 80 Prozent zunehmen könnte. Darüber hinaus favorisiere die Stadt München eine 3,80 Meter hohe Unterführung, sodass der Schwerlastverkehr zum Sirius-Industriegebiet oder der ehemaligen Schlafwagenfabrik künftig durch Lochham fahren werde. Auch die direkten Anwohner der Brunhamstraße lehnen eine Unterführung ab.

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