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Pläne für Wohn- und Pflegeeinrichtung an der Franz-Nißl-Straße vom BA mehrheitlich befürwortet

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Von: Ursula Löschau

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Die Südansicht des Gebäudes nach dem Siegerentwurf des Fassadenwettbewerbs.
Die Südansicht des Gebäudes nach dem Siegerentwurf des Fassadenwettbewerbs. © Nickl Architekten

In Allach wird ein neues Wohn- und Pflegeheim gebaut, starten sollten die Arbeiten im Spätherbst. Doch wegen spät eingereichter Anträge könnte es zu Verzögerungen kommen.

ALLACH Dass im Spätherbst dieses Jahres mit dem Bau des neuen Wohn- und Pflegeheimes an der Franz-Nißl-Straße begonnen werden kann, darauf hofft Siegfried Benker noch immer. Doch sicher sei das nicht, sagt der Münchenstift-Geschäftsführer mit Hinweis auf langwierige und komplizierte Abstimmungen mit dem Planungsreferat, die sich bereits über Jahre hinzögen. Erst jetzt hat die Münchenstift den Bauantrag eingereicht – und damit eine Debatte im BA Allach-­Untermenzing ausgelöst.

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Die Grünen-Fraktion sprach sich erneut vehement gegen die Gesamtplanung aus. Falk Lamkewitz: „Wir lehnen das Vorhaben an dieser Stelle ab. Der Platz ist ungeeignet. Der Baukörper ist zu groß, die Grün­flächen sind klein und schattig.“ Das biete keine angenehme Lebensqualität für die Senioren und erinnere ihn eher an „Käfighaltung“, meinte der Grünen-Sprecher.

Heimbau in Allach: BA-Mehrheit gibt sich mit Plänen zufrieden

„Es gibt Veranstaltungs- und Gebetsräume sowie eine Dachbegrünung“, nannte Stefanie Martin (CSU), Vorsitzende des Unterausschusses Planung und Bau, einige Vorzüge. Nachdem der BA bereits in der vorigen Amtsperiode mit Erfolg auf einige Umplanungen hingewirkt habe, sei der Entwurf nun gelungen. „Erfreulich, dass der Bauantrag die Vorgaben aus dem Bebauungsplan einhält, und dass der zugesagte Veranstaltungssaal und die Tiefgarage, die dem BA versprochen wurden, auch geplant sind“, so ihr Fazit.

Zufrieden zeigte sich auch Viertel-Chef Pascal Fuckerieder (SPD): „Ich kenne mehrere Senioren im Stadtbezirk, die zwar bisher noch recht rüstig sind, mich aber immer wieder fragen, ab wann für das neue Heim Anmeldungen angenommen werden. Der Bedarf ist also offensichtlich vorhanden.“ Von der geplanten Öffnung mehrerer Räume für eine öffentliche Nutzung würden viele Bürger profitieren.

Fertig werden soll das Ganze laut Benker bis Ende 2024. Allerdings befürchtet er, dass vor allem im Bereich der Tiefgarage nochmals umgeplant werden müsse. Dort verlange das Planungsreferat plötzlich Änderungen, erklärt der Münchenstift-Chef: Anstelle der bisher vorgesehenen 17 Stellplätze in der Garage halte die Genehmigungsbehörde nun 24 bis 28 für nötig. Außerdem wolle die Lokalbaukommission den geplanten Autoaufzug durch eine Rampe ersetzen. Dies könne den Zeitplan durchaus noch einmal ins Wanken bringen, sagt Benker.

Von der BA-Mehrheit hat er aber schon mal das Okay.

Das ist geplant

Das Wohn- und Pflegeheim der Münchenstift an der Franz Nißl-Straße soll 202 vollstationäre Pflegeplätze bieten, davon etwa 35 in einem gerontopsychiatrischen Bereich. Außerdem wird es 18 Apartments für selbstständiges Wohnen und eine Tagespflege mit 20 Plätzen geben. Zur Straße hin befinden sich zweistöckige Gebäudeteile („E+1“) unter anderem mit einer Cafeteria und einem Mehrzweckraum. Das Hauptgebäude in Holzbauweise kommt auf vier Stockwerke plus einem zurückgesetzten Terrassengeschoss.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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