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Ein neuer Veranstaltungssaal für Lochhausen - das sind die Pläne für das Gelände des alten Gemeindezentrums

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Sarah Fischer-Röhrl und Gerhard Laux vom Kirchenvorstand freuen sich auf den Neubau.
Sarah Fischer-Röhrl und Gerhard Laux vom Kirchenvorstand freuen sich auf den Neubau. © Andreas Schwarzbauer

Die Evangelische Kirche will das Lochhauser Gemeindezentrum Bartimäus abreißen lassen und auf dem Gelände vier neue Gebäude bauen – was dort geplant ist...

Lochhausen - Die evangelische Kirche baut auf dem Gelände des Gemeindezentrums Bartimäus an der Giggenbacherstraße neu. Unter anderem wird ein rund 90 Quadratmeter großer Saal entstehen, der nicht nur für Gottesdienste genutzt werden soll.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Abriss des Lochhauser Gemeindezentrums: Platz für neuen Veranstaltungssaal, Wohnungen und Büros

„Das bestehende Gebäude ist mehr als 50 Jahre alt und es müsste eigentlich alles renoviert werden“, sagt Pfarrerin Sarah Fischer-Röhrl. Die Heizung müsse ausgetauscht, sämtliche Leitungen erneuert werden, die Fenster seien undicht und an Dach sowie Decke gebe es einen Schimmelbefall. „Reparaturen lohnen sich nicht mehr“, so Fischer-Röhrl. Daher wird das Gemeindezentrum komplett abgerissen. Stattdessen entstehen auf dem Gelände vier zweigeschossige Neubauten. Drei sind für Mietwohnungen vorgesehen, im vierten Gebäude sollen im Erdgeschoss der Saal und im ersten Stock Wohnungen oder Büros entstehen.

Neuer Veranstaltungssaal für Lochhausen: Saal soll multifunktionale Anlaufstelle werden

Der Saal soll mithilfe einer Trennwand aufgeteilt werden können. „Wir haben einen pragmatischen und schlichten Raum geplant, der für viele Zwecke genutzt werden kann.“ Denn im Gemeindezentrum sind ganz unterschiedliche Gruppen zuhause: vom Frauenkreis über zwei Chöre bis hin zu einer Volkstanztruppe.

Der Saal soll künftig aber nicht nur für St. Bartimäus zur Verfügung stehen. „Wir sind eine kleine Gemeinde mit rund 600 Mitgliedern und feiern nur einmal im Monat einen Gottesdienst. Unsere Nutzung ist überschaubar.“ Die Lochhausener gehörten zur Himmelfahrtskirche Pasing. Daher spielt sich das Gemeindeleben vielfach am Hauptsitz an der Alten Allee ab. „Trotzdem ist es wichtig, vor Ort einen Anlaufpunkt zu haben – vor allem für die Älteren, die nicht mehr so mobil sind“, sagt Fischer-Röhrl.

Damit der Saal an der Giggenbacherstraße nicht größtenteils leersteht, sind Kooperationen geplant. „Wir suchen einen festen Mieter, auch um den Neubau finanzieren zu können. Ich kann mir beispielsweise die Volkshochschule sehr gut vorstellen“, sagt die Pfarrerin.

Abriss des Lochhauser Gemeindezentrums: Neubau soll im Sommer gebinnen

Bauherr ist zwar das Dekanat München. Dennoch muss die Kirchengemeinde einen Teil der Kosten durch Spenden aufbringen. Baubeginn soll im Sommer 2022 sein. Weil die Gebäude in Modulbauweise und ohne Keller errichtet werden, sollen sie bereits im Frühjahr 2023 fertig sein. „Es ist ein schwerer Abschied für die Gemeindemitglieder, insbesondere die, die seit Jahrzehnten viel ehrenamtliches Engagement investiert haben“ so Fischer-Röhrl. Daher wird am 30. April ein Abschiedsgottesdienst gefeiert.

Kein neuer VHS-Standort

Die Volkshochschule (VHS) will in Lochhausen mehr Veranstaltungen anbieten. Deshalb will sie unter anderem mit St. Bartimäus sprechen. Aber auch der neue Nachbarschaftstreff an der Henschelstraße oder die Grundschule kämen dafür infrage. Einen eigenständigen Standort hält die VHS aber nicht für sinnvoll. Der Bezirksausschuss hatte sich dafür ausgesprochen. Doch das Einzugsgebiet sei noch zu klein. „Auch die Nähe zur Gemeinde Gröbenzell, die eine eigene VHS mit vielfältigen Programm betreibt, spricht derzeit eher gegen einen weiteren Standort vor Ort“, schreibt die VHS an den BA. Zudem gebe es in der Umgebung bereits viele eigene Angebote. Das Stadtteilzentrum mit seinen elf Unterrichtsräumen und rund 400 Veranstaltungen halbjährlich in Pasing sei nur zwei S-Bahn-Stationen entfernt. Das Kulturzentrum Ubo 9 mit seinem Kursprogramm könne ebenfalls in kurzer Zeit mit dem Bus erreicht werden. Und in Freiham sei zudem ein großer Kursort mit breitem Programm geplant. 

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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