Fehlender Gehweg

Gefahr für Kinder und Spaziergänger in Lochhausen

Mütter und Kita-Leitung ärgern sich über parkende Autos an der Ziegeleistraße
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Die zahlreichen parkenden Autos an der Ziegeleistraße sorgen bei (von links) Patricia Bergmann, Alice Beining und Kinderhaus-Leiterin Maria Geier für Unmut.

Eltern des Kinderhauses an Ziegeleistraße in Lochhausen schlagen Alarm: Der Weg zur Einrichtung ist zuletzt wesentlich gefährlicher geworden. Der Grund: mehr Verkehr und mehr parkende Autos wegen der benachbarten Baustelle 

Lochhausen - Die Frau zieht ihren kleinen Sohn an sich und drückt sich an das parkende Auto am Rand der Ziegeleistraße in Lochhausen. Zwei Wagen fahren an ihr vorbei, ehe sie ihren Weg in Richtung Aubinger Lohe fortsetzen kann. Genau solche Situationen ärgern Alice Beining, die für die Grünen im örtlichen Bezirksausschuss sitzt. „In Sachen Verkehrssicherheit ist dort viel Verbesserungspotential.“

Parkende Autos sorgen an Ziegeleistraße für Gefahr

Auf der Ziegeleistraße gibt es keinen Gehweg, Fußgänger müssen auf der Fahrbahn laufen. Früher war das kein Problem, denn die Straße war breit genug, um den Autos auszuweichen. Doch mit dem Beginn der Arbeiten am Neubaugebiet an der Henschelstraße hat sich die Situation geändert. Seitdem parken zahlreiche Fahrzeuge der Bauarbeiter und Handwerker am Straßenrand. „Es gibt kaum noch Ausweichmöglichkeiten für Radler und Fußgänger“, kritisiert Beining. Durch die zusätzlichen Autos habe auch der Verkehr stark zugenommen.

Darunter leiden vor allem Eltern, deren Kinder das Kinderhaus an der Ziegeleistraße besuchen. „Man muss ständig aufpassen, dass man nicht zusammengefahren wird, weil alle paar Minuten ein Auto durchfährt. Es ist einfach ein Stressfaktor“, sagt Patricia Bergmann, die ihren Sohn jeden Tag mit dem Fahrrad zur Kindertagesstätte bringt. Aber auch viele Spaziergänger, die in die Aubinger Lohe wollen, und Besucher der Tennisanlage oder des Waldkindergartens seien dort zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. „Bisher ist noch nichts passiert, aber das könnte auch anders laufen“, sagt Beining. Deshalb fordert sie, dass die Stadt etwas unternimmt, um die Sicherheit der Fußgänger dort zu erhöhen. „Ich verstehe nicht, warum die Bauherren für die Handwerker keine Parkmöglichkeiten auf der Baustelle schaffen müssen“, fragt sie.

Parkverbote, Gehweg oder Anwohnerparken gefordert

„In der Regel ist das aufgrund der örtlichen Gegebenheiten schlicht nicht möglich“, teilt der Sprecher des Kreisverwaltungsreferats, Johannes Mayer, mit. Die Handwerker dürften ihre Fahrzeuge überall dort parken, wo es die Straßenverkehrsordnung vorsehe.

Beining wünscht sich sowieso eine langfristige Lösung für die Ziegeleistraße wie einen Bürgersteig oder Anwohnerparken. Denn: „Auch wenn die Gebäude fertig sind, wird sich die Situation nicht entspannen. Die Tiefgarage des Neubaugebiets wird nicht ausreichen, weil viele Leute inzwischen zwei Autos haben. Außerdem entstehen dort ein Supermarkt sowie ein Café und somit ein Zentrum, das viel Verkehr anziehen wird.“

Das Kreisverwaltungsreferat will nun prüfen, ob die Verkehrssicherheit durch den Parkverkehr beeinträchtigt ist und gegebenenfalls Halteverbote erlassen. An die Einführung eines Anwohnerparkens seien sehr hohe Hürden geknüpft. „Es muss ein Mangel an privaten Parkplätzen und ein hoher Parkdruck im Rahmen einer Untersuchung nachgewiesen werden“, teilt Mayer mit. Andreas Schwarzbauer

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