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Langwieder See & Lußsee: Wasserwacht schlägt wegen veralteter Notrufsäulen Alarm

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Von: Ursula Löschau

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Stefan Gruber von der Wasserwacht kämpft für die Notrufsäulen an der Langwieder Seenplatte.
Stefan Gruber von der Wasserwacht kämpft für die Notrufsäulen an der Langwieder Seenplatte. © Ursula Löschau

Die Münchner Wasserwacht schlägt wegen der Notrufsäulen an der Langwieder Seenplatte Alarm: Da sie veraltet sind, werden sie seit Monaten nicht mehr gewartet.

München-West - Die BRK-Wasserwacht München-West schlägt Alarm: Die sieben Notrufsäulen an der Langwieder Seenplatte könnten nach und nach ausfallen und nicht mehr funktionieren, wenn man sie dringend braucht.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Wasserwacht schlägt Alarm: keine Wartung von veralteten Notrufsäulen an der Langwieder Seenplatte

Der Grund: Die Björn Steiger Stiftung hat die Wartungsverträge für die im Jahr 2000 installierten Geräte zum 30. Juni 2021 gekündigt, weil laut Stiftungs-Sprecher Jens Kreutzfeldt „keine Ersatzteile mehr verfügbar sind“. Die Stadt habe ein Angebot zum Kauf neuer, moderner Notrufsäulen erhalten. Diese könnten dann auch wieder von der Stiftung gewartet werden. „Allerdings ist die Stadt auf dieses Angebot bisher nicht eingegangen“, sagt Kreutzfeldt.

Den Rettern von der Wasserwacht ist das schleierhaft. Sie haben nun die Bezirksauschüsse 21, 22 und 23 um Hilfe gebeten. Dort ist man sich einig: „Funktionsfähige Notrufsäulen am Langwieder-/Lußsee sind lebenswichtig und müssen zu Beginn der Badesaison unbedingt zur Verfügung stehen“, fordert Frieder Vogelsgesang, Viertel-Chef in Pasing-Obermenzing.

Wasserwacht München-West: schnelle Hilfe bei Notruf über Säulen

„Diese Notrufsäulen sind wirklich ganz wichtig“, betont Stefan Gruber (40), Vorsitzender der Wasserwacht München-West mit Station an der Goteboldstraße am Langwieder See. Zum einen habe nicht jeder Badegast stets ein Handy dabei. Zum andern gelange ein Notruf über die SOS-Säulen am schnellsten zu den Rettungskräften. Die könnten sofort sehen, von welcher Säule der Hilferuf komme und im persönlichen Gespräch die Gefahrenlage abschätzen und entscheiden, was zu tun sei. Das kommt laut Gruber an einem schönen Badewochenende mindestens dreimal täglich vor. „Von der Schürfwunde bis zum Ertrinkungsunfall ist alles dabei.“

Ein Notruf vom Handy lande bei der Rettungsleitstelle. „Die muss erst alles abklären und dann uns informieren“, ergänzt Gruber. Er und sein Team an Ehrenamtlichen sind während der Bade­saison samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils mit mindestens fünf Personen vor Ort in Bereitschaft. Auch an Werktagen sei die Station der Wasserwacht häufig besetzt. Falls nicht, oder wenn alle Helfer bereits im Einsatz sind, wird ein Notruf von einer der Säulen nach wenigen Sekunden an die Rettungsleitstelle weitergeleitet.

Notrufsäulen an Langwieder Seenplatte: Stadt klärt weiteres Vorgehen

Sofern die Geräte denn auch in der kommenden Badesaison noch funktionieren. „Die künftige Versorgung der Seenplatte mit Notrufsäulen hängt allein von der Stadt ab. (...) Wir haben ein Angebot vorgelegt und gehen davon aus, dass sich die Stadt München zum gegebenen Zeitpunkt dazu äußern wird“, fasst Stiftungs-Sprecher Kreutzfeldt zusammen.

Die Stadt teilt auf Hallo-Nachfrage mit, dass das IT-Referat für den Betrieb der Notrufsäulen in den öffentlichen Grünanlagen zuständig sei. Dieses Referat sei „an das Baureferat herangetreten und hat mitgeteilt, dass zahlreiche Notrufsäulen aufgrund veralteter Technik in absehbarer Zeit nicht weiter betrieben werden können“. Derzeit werde das weitere Vorgehen geklärt.

Wasserwacht und Viertelpolitiker haben die Hoffnung, dass mit Klärung der Verantwortlichkeiten schon ein großes Problem gelöst sein könnte. „Wir versuchen seit über einem Jahr, mit den Vertretern der Stadt eine Lösung herbeizuführen. Bisher hatten wir den Eindruck, dass sich niemand so richtig zuständig fühlt“, bedauert Gruber.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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