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Stadt München lehnt Bürger-Antrag auf Verlegung der Radlständer in der Laimer Unterführung ab

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Von: Ursula Löschau

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So wenig Verkehr herrscht in der Fuß- und Radwegröhre der Laimer Unterführung nur in ganz ruhigen Zeiten. Weitere Radlstellplätze sind aktuell nicht in Sicht.
So wenig Verkehr herrscht in der Fuß- und Radwegröhre der Laimer Unterführung nur in ganz ruhigen Zeiten. Weitere Radlstellplätze sind aktuell nicht in Sicht. © Ursula Löschau

Den Antrag aus der Bürgerversammlung zur Verlagerung der Rad-Stellplätze in der Laimer Unterführung hat die Stadt abgelehnt – Studie angekündigt.

Nymphenburg - Fußgänger und Radfahrer, die auf eine schnelle Lösung für die unbefriedigende Stellplatz- und Wegesituation in der Laimer Unterführung gehofft haben, müssen wohl auch weiterhin in die sprichwörtliche Röhre schauen: Darauf lässt die negative Stellungnahme des Bau- und des Mobilitätsreferats auf entsprechende Anträge der jüngsten Bürgerversammlung des neunten Stadtbezirkes schließen. Das Thema steht diese Woche auch auf der Tagesordnung des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg.

Bürger wollen Radlständer aus Laimer Unterführung verlegen: Darum lehnt die Stadtverwaltung ab

Konkret: Die Versammlung hat im vergangenen Mai beantragt, die Radlständer aus dem nördlichen Teil der Laimer Unterführung zu entfernen und auf derzeit brachliegende Flächen im Norden des Tunnelmundes zu verlagern.

Das lehnt die Verwaltung jedoch ab. „Die Fahrrad-Stellplatz­anlage im Nordteil der Laimer Fußgänger­unterführung wurde errichtet, um ein wildes und ungeordnetes Abstellen zu verringern und die damit verbundenen Beeinträchtigungen für den Fußverkehr zu minimieren. Ein Entfernen der Fahrradständer würde erneut zu dem ungeordneten Abstellen führen“, urteilt das Mobilitätsreferat (MOR). Darüber hinaus seien die „derzeit brachliegenden Bereiche nördlich nur zum Teil im Eigentum der Landeshauptstadt München und deshalb nicht uneingeschränkt verfügbar“.

Auch für einen weiteren Bürgerantrag sieht das MOR keine Chance auf Realisierung: die Trennung von Fuß- und Radweg in der Röhre durch eine weiße Linie oder einen Bordstein. In der aktuellen Beschlussvorlage für den BA erklärt das MOR: „Aufgrund der vorhanden Nutzungsbreite ist eine Trennung der Fuß- und Radwege leider nicht möglich. Bei einer Trennung würden sowohl die Mindestbreiten für den Radverkehr als auch für den Fußverkehr unterschritten.“ Eine bauliche Teilung in Form einer Erhebung würde zudem zu einem „Gefahrenpotenzial“ für alle Verkehrsteilnehmer führen und die Anfahrt von Rettungsdiensten einschränken.

Fahrradstellplätze am Laimer Bahnhof: Machbarkeitsstudie angekündigt

Generell bestätigt die Verwaltung, dass es am S-Bahnhof-Laim an Fahrradparkplätzen fehle. Der Bedarf werde auf mehr als 1000 Stellplätze geschätzt. Für deren Planung und Umsetzung wird die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. „Die Ausschreibung wird aktuell vorbereitet. Ergebnisse sind frühestens 2023 zu erwarten“, teilt das MOR mit.

Der BA hat sich nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe mit der jüngsten Abfuhr durch die Stadt befasst. Folgt das Gremium der Empfehlung seines Unterausschusses (UA) Verkehr, werden die Viertelpolitiker der Vorlage der Verwaltung zwar zustimmen, gleichzeitig aber darauf drängen, „dass die Anträge und gemeinsamen Initiativen der Bezirksausschüsse neun und 25 endlich bearbeitet werden“.

Der UA-Vorsitzende Nikolai Lipkowitsch (Grüne) erklärt: „Konzeptionell sind die BA-Anträge umfassender und ja auch aus Ortsterminen heraus entstanden.“ Unterm Strich verfolgen sie jedoch dieselben Ziele wie die Bürgerforderungen: dort genügend Radlstellplätze zu schaffen und Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern zu verhindern.

Sperrung bis 3. Oktober

Die Arbeiten zum neuen Südportal für die Umweltverbundröhre in der Laimer Unterführung gehen nach Auskunft einer Bahn-Sprecherin planmäßig voran. „Die Sperrung für den motorisierten Verkehr kann wie geplant dann zum 4. Oktober aufgehoben werden“, sagt sie auf Hallo-Anfrage. Die Buslinien 51, 130, 151, 157, 168 und N78 werden deshalb bis einschließlich Montag, 3. Oktober, umgeleitet, beziehungsweise verkürzt.

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