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BA will Runden Tisch zur Laimer Röhre - Weiter Ärger um Radlkonzept und veralteten Bebauungsplan

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Von: Ursula Löschau

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Das Problem fehlender Radlstellplätze am Nordportal der Laimer Röhre ist noch nicht gelöst.
Das Problem fehlender Radlstellplätze am Nordportal der Laimer Röhre ist noch nicht gelöst. © Ursula Löschau

Die Laimer Unterführung steht mal wieder im Mittelpunkt eines Streits: Der BA will endlich ein neues Konzept für Radler am Tunnel. Wie die Stadt reagiert...

Nymphenburg Gudrun Piesczek (CSU), Vorsitzende des Unterausschusses Bau- und Stadtplanung, ist sauer: „Der Bebauungsplan für die Laimer Unterführung ist 20 Jahre alt. Die Zeiten haben sich seitdem geändert. Da muss es doch möglich sein, die Planung an die heutigen Anforderungen anzupassen.“

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Konkret geht es ihr wie dem gesamten Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg darum, dass bei der Gestaltung des Nordportals auf die deutlich veränderten Bedürfnisse des Fahrradverkehrs eingegangen wird. Zwei Punkte sind dem BA besonders wichtig: genügend und barrierefrei zugängliche Abstellmöglichkeiten für Radl sowie eine Verknüpfung der Fahrrad-Hauptrouten in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung an diesem Verkehrsknoten. Dazu fordert das Gremium jetzt einstimmig einen Runden Tisch, an dem die Viertelpolitiker mit Vertretern aller beteiligen städtischen Referate sowie der Bahn sprechen wollen.

Runder Tisch über Laimer-Röhre: BA will neues Konzept für Radler

Denn, so heißt es in einem Schreiben an die Geladenen: „Der BA 9 ist frustriert über das mangelnde Problembewusstsein in der Verwaltung.“ Auslöser dafür ist eine Beschlussempfehlung der Stadt zu einem Antrag der Bürgerversammlung vom Juni vergangenen Jahres. Ein Anwohner hatte unter anderem gefordert, anstelle einer überbreiten Fußgängertreppe vom Nordausgang der Fuß- und Radweg-Röhre zum Platz vor dem Gebäude Rosa-Bavarese-Straße 15 bis 19 eine Verbindung auf die Oberfläche der Laimer Unterführung zu schaffen.

Dort sollten weitere Radlstellplätze eingerichtet werden. Die Verwaltung lehnt das ab und verweist – wie schon häufiger in der Diskussion um Nachbesserungen für die Laimer Röhre – auf die Festsetzungen des Bebauungsplans. So wird argumentiert, dass die dort vorgesehene Ausgleichsfläche nicht bebaut werden dürfe.

Das erscheint den Viertelpolitikern, im Gegensatz zum Vorschlag aus der Bürgerschaft, nach wie vor nicht schlüssig. Sie erklären: „Ein Ausgleich kann auch durch Erhöhung der Grünvolumenzahl erreicht werden oder aber durch die Begrünung von gegebenenfalls existierenden Überdachungen von Treppen-, Aufzugs- oder möglichen Fahrradabstellanlagen.“

Runder Tisch über Laimer Röhre: Mobilitätsreferat will Machbarkeitsstudien in Gang setzen

Zudem betrachten es die Stadtteilvertreter als „eine wesentliche Aufgabe der Daseinsvorsorge“, die geplante Radschnellrouten München-Fürstenfeldbruck in Ost-West-Richtung mit der Nord-Süd-Hauptroute des Radverkehrs zwischen Nymphenburg und Laim über Aufzüge oder Rampen miteinander zu verbinden.

Dass das Mobilitätsreferat (MOR) in diesem Zusammenhang eine Machbarkeitsstudie ankündigt, um nach weiteren Möglichkeiten für barrierefrei zugängliche Fahrradabstellanlagen im nördlichen Bereich der Laimer Unterführung zu suchen, begrüßt der BA. Kritik gibt es aber auch dazu: „Hier würden wir uns eine zügigere Bearbeitung der Beschlussvorlage wünschen, da diese bereits Ende 2021 Thema von informellen Gesprächen zwischen BA-Mitgliedern und dem MOR war.“

Tempo in das ganze Prozedere zu bekommen, ist auch Ziel des geforderten Runden Tisches. „Es ist höchste Zeit, dass alle mal miteinander sprechen, anstatt immer Briefe zu schreiben und auf Antworten zu warten. Dabei geht so viel Zeit verloren“, betont Anna Lena Mühlhäuser, Fraktionsvorsitzende der SPD. Die besagte Beschlussempfehlung mit der Abweisung des Bürgerversammlungsantrags lehnte das Gremium seinerseits ohne Gegenstimme ab.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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