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Illegale Partys in München ‒ Lärm, Gestank und Vandalismus in Pasinger Kleingarten

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Von: Jonas Hönle

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Michael Hoffmann beseitigt die Überreste einer der Feiern auf dem Nachbargrundstück.
Michael Hoffmann beseitigt die Überreste einer der Feiern auf dem Nachbargrundstück. © Marie-Julie Hlawicw

Ein Kleingärtner im Pasinger Gleisdreieck beklagen illegale Partys auf der benachbarten Flächen. Auch die Polizei München rückte schon zum Einsatz aus.

Michael Hoffmann (39) mag gar nicht an das nächste Wochenende denken. Eigentlich wollte er das in Ruhe in seinem Kleingarten verbringen, um bald erste Pflanzen für den Frühling zu setzen. Doch statt Gartenidyll befürchtet er neben seiner Parzelle wieder Krawall, wie in den letzten Wochen oft. Lärm, Gestank und Vandalismus waren die Folge.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Laute Musik und Plastikmüll im Kleingarten am Pasinger Gleisdreieck

Schon in der Vergangenheit gab es rund um die Anlage immer wieder Zoff (Hallo berichtete). Unter anderem ging die Lokalbaukommission dort gegen nicht genehmigte Gewerbeeinheiten vor.

Zuletzt sorgten laute Partys auf den benachbarten Lagerflächen bei den Kleingärtnern für Ärger. „Das geht schon länger so“, berichtet Hoffmann, der seit fast sieben Jahren 400 Quadratmeter am Pasinger Gleisdreieck parallel zur Erna-Eckstein-Straße gepachtet hat.

„Über Facebook und Instagram wird wohl zu den Festen eingeladen“, vermutet er. „Freitags ab 18 Uhr geht es dann meist los: Heavy Metal, Punk oder Gothic schallt bis morgens um sieben.“ Urinpfützen und Exkremente auch vor seinem Gartentor seien keine Seltenheit. Zuletzt seien ein Rad und Plastikmüll über den Zaun geworfen worden, klagt er.

Polizei-Einsatz mit drei Streifenwagen beendet Party in Pasing

Vor kurzem dann der negative Höhepunkt: ein großer Polizeieinsatz direkt hinter Hoffmanns Thujenhecke. Drei Streifenwagen mit acht Beamten lösten eine illegale Zusammenkunft mit mehr als 50 Gästen und unerlaubtem Alkoholverkauf auf.

Es habe sich um eine organisierte und auf Gewinn ausgerichtete Veranstaltung gehandelt, teilte Polizeisprecher Michael Marien­wald mit. „Hierfür wäre eine behördliche Anmeldung bei der Gewerbebehörde sowie eine Gaststättenerlaubnis notwendig gewesen.“ Da beides nicht vorgelegen habe, laufe aktuell ein Bußgeldverfahren gegen den Veranstalter.

An der Örtlichkeit habe es in der Vergangenheit bereits mehrere Feiern und vereinzelte Ruhestörungen gegeben, sagt Marienwald. Im vergangenen Jahr seien deshalb zehnmal Streifen der Polizeiinspektion Pasing ausgerückt.

Quelle: www.hallo-muechen.de

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