Bürger prangern Fehlplanung an

Romanplatz: Kritik an „Galgen“ und „Betonring“ – Anwohner fühlen sich bei Umbau übergangen

Die Bürgerbewegung „Der Blaue Regen“ um Catherine Jennings (3.v.li.) fordert im Namen von Anwohnern und Nutzern Nachbesserungen bei der Gestaltung des Romanplatzes. Neven Denhauser (2.v.re.) kritisiert: „Es ist nicht menschenfreundlicher geworden.“
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Die Bürgerbewegung „Der Blaue Regen“ um Catherine Jennings (3.v.li.) fordert im Namen von Anwohnern und Nutzern Nachbesserungen bei der Gestaltung des Romanplatzes. Neven Denhauser (2.v.re.) kritisiert: „Es ist nicht menschenfreundlicher geworden.“

Viele Anwohner des Romanplatzes sind unzufrieden. Nicht nur wegen der immer noch währenden Bauarbeiten, sondern vor allem aufgrund des Ergebnisses.

„Man hat uns einen identitätsstiftenden Platz versprochen. Aber die riesigen Galgen und die große Betonschüssel sind für niemanden befriedigend“, klagt Catherine Jennings. Im BA Neuhausen-­Nymphenburg hat sie jetzt den Ärger zahlreicher Bürger zum Ausdruck gebracht. Gefordert werden Nachbesserungen von „würdigen Sitzgelegenheiten“ bis hin zu mehr Blumen sowie die „Offenlegung der Kosten“.

Eine der Ecken am Romanplatz, die den Bürgern viel zu trist ist.

Die Kritiker sind sich einig: „Das ist eine Fehlplanung. Wir haben keine Verbesserung, sondern noch mehr Verkehr“, sagt Jennings. „Bis ich den Platz zu Fuß oder mit den Rad überquert habe, bin ich durchgeschwitzt“, bestätigt Kathrin Kreuzpointner, die mit ihren vier Kindern den Ort möglichst meidet.

Kritik am Romanplatz - Planung ohne Beteiligung der Anwohner

„Nichtmal für Autofahrer ist es besser geworden. Die stehen auch immer noch im Stau“, ergänzt sie, besonders an der neuen Bushaltestelle stadteinwärts.

Nachträglich werden Platten mit speziellen Oberflächen für Blinde verlegt. Das ist laut SWM „am wirtschaftlichsten und am praktikabelsten“ und habe sich bei früheren Projekten bewährt.

Was viele zudem stört: „Die ganze Planung fand ohne Bürgerbeteiligung statt“, sagt Neven Denhauser und fordert die beteiligten Stellen zum Dialog auf.

Denn: „Für die ist die Baustelle bald abgeschlossen. Aber wir leben hier und müssen dranbleiben. Der Romanplatz muss mehr als eine Haltestelle sein.“

Das sagt die MVG zum Romanplatz

„Die im Rahmen des Projekts zur Verfügung stehenden öffentlichen Flächen haben wir gemäß der mit der Stadt München abgestimmten Planung hergestellt“, antwortet MVG-Sprecher Matthias Korte auf den Vorwurf, der Platz sei menschenunfreundlich gestaltet.

Der Wunsch nach Blumen im Rondell wird laut Korte noch erfüllt. Auf der zentralen Fläche werde eine Blumenwiese angelegt, die von einer niedrigen Eibenhecke eingefasst werde.

Zu den Kosten will sich die MVG äußern, „wenn alle Rechnungen da sind“. Die Arbeiten würden sich dem Ende nähern. Unter anderem sollen noch Radlständer mit Platz für etwa 72 Fahrräder aufgestellt werden. „Die nachlaufenden Landschaftsbauarbeiten werden voraussichtlich Anfang Dezember abgeschlossen sein.

Anschließend können im geringen Umfang noch Arbeiten zur Mängelbeseitigung stattfinden“, so Korte.

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