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Bäume statt Parkplätze ‒ Bekommt Aubing eine grüne Allee?

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Die Bergsonstraße in Aubing wäre breit genug, um zusätzliche Bäume zu pflanzen.
Die Bergsonstraße in Aubing wäre breit genug, um zusätzliche Bäume zu pflanzen. © Andreas Schwarzbauer

Der Bezirksausschuss Aubing fordert Bäume anstelle von Parkplätzen auf der Bergsonstraße. Was die Vorteile sind und was die Stadt München dazu sagt...

Der Aubinger Teil der Bergsonstraße soll eine Allee werden. Das wünscht sich der örtliche Bezirksausschuss auf Antrag der Grünen. „Wir wollen und müssen für die Luftreinhaltung mehr Bäume direkt an den Straßen pflanzen“, sagt Grünen-Sprecherin Dagmar Mosch. Ein weiterer Vorteil wäre zudem, dass durch die schmalere Straße der Verkehr ausgebremst würde.

Grünen-Sprecherin Dagmar Mosch
Grünen-Sprecherin Dagmar Mosch © Andreas Schwarzbauer

Zwischen Industriestraße und Kronwinkler Straße sei die Bergsonstraße breit genug dafür. „Der Straßenquerschnitt gibt das her. Dafür müssten zwar ein paar Parkplätze wegfallen, aber das ist nicht so tragisch“, meint Mosch.

Sie schlägt vor, auf diesem Abschnitt im Wechsel nördlich und südlich der Fahrbahn Bäume zu pflanzen. Diese Baumreihen sollen jeweils 100 bis 200 Meter lang sein. Dadurch könne noch einseitig geparkt werden und es blieben genügend Stellplätze erhalten.

Bäume statt Parkplätze - Bergsonstraße in Aubing soll Allee werden

Das Baureferat kann sich dort ebenfalls eine Begrünung vorstellen. Zwar fährt die Buslinie 143 auf der Straße. Sie benötige allerdings nur eine Mindestbreite von 6,50 Metern, die Fahrbahn sei auf diesem Abschnitt aber 8,80 Meter breit. Aufgrund der verlegten Kabel und Leitungen erscheine allerdings nur eine Bepflanzung auf der Nordseite möglich.

Der Wegfall der Stellplätze sei kein Problem. Das Baureferat habe sich die Begrünung vorgemerkt, könne wegen der aktuellen Finanzlage aber nicht sage, wann die Bäume kommen könnten.

Anders sieht die Situation rund um den Langwieder Bahnhof aus. Die Grünen schlagen vor, den geteerten Mittelstreifen zu entsiegeln und eine Baumreihe zu pflanzen. „Dort ist es schrecklich. Es gibt nur Beton und Asphalt. Die Flächen werden teilweise überhaupt nicht genutzt“, sagt Mosch. So sei beispielsweise der P&R-Parkplatz viel zu groß.

Das Baureferat erteilt diesen Plänen jedoch eine Absage: Unter der Fahrbahn befinde sich eine Grundwasserwanne. „Eine Baumpflanzung ist hier nicht möglich.“ Zudem befinde sich dort bereits Straßenbegleitgrün.

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