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Krankenhäuser in München: Details zur Kooperation der Kliniken Barmherzige Brüder & Dritter Orden

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Von: Ursula Löschau

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Die Geschäftsführer Harald Schrödel vom Klinikum Dritter Orden (li.) und Nadine Schmid-Pogarell vom Krankenhaus Barmherzige Brüder (re.) gestalten den Prozess von der Zusammenarbeit zum Zusammenschluss ihrer Häuser.
Die Geschäftsführer Harald Schrödel vom Klinikum Dritter Orden (li.) und Nadine Schmid-Pogarell vom Krankenhaus Barmherzige Brüder (re.) gestalten den Prozess von der Zusammenarbeit zum Zusammenschluss ihrer Häuser. © Ursula Löschau

Die Kliniken Dritter Orden und Barmherzige Brüder in Nymphenburg werden bald noch enger zusammenarbeiten. Nun haben die Häuser Details zur Kooperation verraten.

Nymphenburg Neue Impulse für die Krankenhauslandschaft im Münchner Westen gehen von den Kliniken Dritter Orden und Barmherzige Brüder in Nymphenburg aus. Die beiden katholischen Einrichtungen bereiten einen Zusammenschluss unter einem neuen gemeinsamen Träger vor.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Bis Mitte 2023 soll die künftige Ordenskliniken gGmbh drei Krankenhäuser mit zusammen 4000 Mitarbeitenden, 1059 Betten und 55 500 Stationär-Patienten im Jahr unter ihrem Dach vereinen. Neben den beiden Münchner Häusern gehört auch die Kinderklinik Dritter Orden in Passau dazu.

Partnerschaft der Kliniken Dritter Orden und Barmherzige Brüder: Kooperation 2020 gestartet

Der Slogan „Gemeinsam stärker“ beschreibe das Ziel, die Herausforderungen im Gesundheitswesen im Verbund besser bewältigen zu können. „Wir wollen einen Zusammenschluss, der uns beide robuster macht“, sagt Nadine Schmid-Pogarell, Geschäftsführerin des Krankenhauses Barmherzige Brüder.

Das Klinikum Barmherzige Brüder.
Das Klinikum Barmherzige Brüder. © Carsten Klein

Ihr Kollege Harald Schrödel vom Klinikum Dritter Orden betont: „Wir sind zu nichts gezwungen, nicht in finanziellen Schwierigkeiten, sondern können aus der Stärke heraus agieren.“

Die Erwachsenenklinik des Klinikums Dritter Orden.
Die Erwachsenenklinik des Klinikums Dritter Orden. © Simon Katzer

Die Partner können dabei auf die Erfahrungen einer langjährigen Kooperation aufbauen. So betreiben die Nymphenburger Kliniken bereits seit 2004 gemeinsam eine Schule für Gesundheits- und Krankenpflege. Im August 2020 besiegelten sie vertraglich eine „strategische Partnerschaft“ und kooperieren seitdem zum Beispiel im Einkauf.

„Weil wir uns optimal ausgetauscht haben, konnten wir für unsere Mitarbeiter in der Pandemie frühestmöglich Impfaktionen anbieten und die Versorgung mit Schutzmaterialien sicherstellen“, erklärt Schmid-Pogarell.

Partnerschaft der Kliniken Dritter Orden und Barmherzige Brüder: Einstellungen statt Kündigungen

Sie hofft, dass der Zusammenschluss weitere Vorteile für die rund 4000 Beschäftigen bringen wird. Angst um den Arbeitsplatz müsse sich jedenfalls niemand machen: „Es wird deshalb keine Kündigungen geben. Im Gegenteil: Wir brauchen überall mehr Fachkräfte.“

Schrödel sieht im geplanten Verbund mit zusätzlichen Wechsel- und Karrieremöglichkeiten die Chance, als Arbeitgeber attraktiver zu werden. Ihre Namen, Logos und Identitäten sollen alle Kliniken jedoch behalten. Ebenso ihre Notaufnahmen und Intensivstationen, in deren Ausbau und Modernisierung in den vergangenen Jahren jeweils viel Geld gesteckt wurde.

Wie das medizinische Konzept der künftigen Ordenskliniken gGmbh im Detail aussehen wird, erarbeiten die Leistungsträger und Führungskräfte ab sofort im Dialog mit den Fachabteilungen. „Das machen wir nicht im stillen Kämmerlein“, betont Schmid-Pogarell.

Beide Nymphenburger Kliniken würden jeweils über gesonderte Schwerpunkte und damit besondere Stärken verfügen: das Krankenhaus Barmherzige Brüder vor allem in den Bereichen Urologie, Geriatrie und Palliativmedizin, das Klinikum Dritter Orden in den Fachrichtungen Geburtshilfe und Gynäkologie samt angeschlossener Kinderklinik. Für die Patienten soll das Leistungsangebot insgesamt „noch umfassender“ werden, sagen beide Geschäftsführer.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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