Sportangebot

Bouldern in der Unterführung - öffentliche Kletterwand soll an Langwieder Bahnhof kommen

Unterführung
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So kann sich das Kraxlkollektiv eine Boulderwand in der Unterführung vorstellen.
  • Andreas Schwarzbauer
    vonAndreas Schwarzbauer
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Die Unterführung am Langwieder Bahnhof könnte bald zum Bouldern genutzt werden. Silvia Weber setzt sich dort für eine kostenlose Kletterwand ein.

  • Der Bezirksausschuss Aubing/Lochhausen wünscht sich eine Kletterwand unter der Eisenbahnbrücke am Langwieder Bahnhof.
  • Das Sportangebot soll kostenlos sein.
  • Die Gruppe Kraxlkollektiv setzt sich für öffentliche Kletterwände in München ein.

Eine Boulderwand unter der westlichen Eisenbahnbrücke am Bahnhof Langwied wünscht sich der örtliche Bezirksausschuss. Die Hälfte des Bauwerks verläuft über einem Teil des Park&Ride-Parkplatzes, der allerdings kaum genutzt wird. „Die breite Unterführung wäre eine geeignete Stelle, um dort das Bouldern – also das Klettern ohne Seil – zu ermöglichen“, meint Initiatorin Silvia Weber (CSU). Zudem würde eine Kletterwand das graue Areal aufwerten und wäre gut mit dem Bus oder der S-Bahn erreichbar. Sie kann sich dort auch Sitzgelegenheiten vorstellen.

Das Angebot soll nach Webers Ansicht kostenlos sein und sich vor allem an Kinder, Jugendliche oder Anwohner aus Aubing richten. „Es wäre eine gute Möglichkeit, eine ungenutzte und unschöne Betonwand für ein kostenloses Sportangebot zu verwenden.“

Die Boulderwand in Madrid gilt als Vorbild für die Idee.

Kraxlkollektiv München: Bouldern in München aufgrund der Kosten zu elitär

Auf die Idee ist sie durch das Kraxlkollektiv gekommen. Die Münchner Gruppe setzt sich münchenweit für öffentliche Kletterwände ein. Zwar habe sich Bouldern zu einer beliebten Trendsportart entwickelt. Es gebe aber derzeit fast nur kommerzielle Angebote oder Wände für Kinder, erklärt Initiator Maximilian Gemsjäger. Private Hallen seien mit Eintritten zwischen 10 und 17 Euro relativ teuer. „Das können sich Leute mit geringem oder ohne Einkommen nicht leisten. Klettern und Bouldern ist dadurch in München sehr elitär“, kritisiert er.

Nur im Heckenstallerpark und am Ackermannbogen verfüge München über zwei gute, öffentliche Kletterwände. Ein Angebot in einer Unterführung wäre kostenlos und könnte von Sportlern das ganze Jahr genutzt werden – auch bei schlechtem Wetter. „Man muss nicht warten, bis die Griffe wieder getrocknet sind“, sagt Gemsjäger. Deshalb bemüht sich das Kraxlkollektiv um Boulderwände unter einer Autobahnbrücke am Frankfurter Ring und in der Fußgängerunterführung am Oskar-von-Miller-Ring.

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