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Wertgutachten für den Perlschneiderhof liegt jetzt bei der Stadt – ÖDP drängt auf schnellen Kauf und präsentiert Nutzungsideen

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Von: Ursula Löschau

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So könnten der Perlschneiderhof und die dortigen Außenanlagen nach den Vorstellungen der ÖDP aussehen.
So könnten der Perlschneiderhof und die dortigen Außenanlagen nach den Vorstellungen der ÖDP aussehen. © Visualisierung: Sammlung Klee

Der Perlschneiderhof soll künftig wieder belebt werden. Dazu hat die ÖDP im BA Pasing zahlreiche Ideen vorgestellt: Von Kino, über Ateliers, bis zu Sozialeinrichtungen, wurde viel spekuliert.

Pasing Ein Kino, eine Galerie und Ateliers, Räume für Vereine sowie ein Ort für Artenschutz und Umweltbildung: Das sind Ideen und Visionen zur künftigen Nutzung des Perlschneiderhofes am Manzingerweg 3, wie sie Stadträten der Fraktion ÖDP/München-Liste sowie Joachim Kilian (ÖDP) vom Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing vorschweben. „Wir wollen aufzeigen, was möglich ist, anstatt nur über den Verfall dieser Perle im Herzen von Pasing zu sprechen“, sagt Sonja Haider. Gleichzeitig ruft sie die Stadt dazu auf, jetzt schnellstmöglich das nötige Geld für Kauf und Sanierung des Anwesens in die Hand zu nehmen. Bisher gehört der Stadt nur die Hälfte.

Der Anlass: Als Verhandlungsgrundlage stehe nun ein gutachterlich ermittelter Preis fest, sagt Haider. Und der Besitzer des noch fehlenden Teils – beziehungsweise dessen ehrenamtlicher Vormund – habe auch Interesse an einem Verkauf, dürfe es aber „nicht verschleudern“.

Dass das Gutachten eines außerstädtischen Ausschusses über den Verkehrswert des Anwesens eingegangen sei, bestätigt Maren Kowitz, Sprecherin des Kommunalreferats. Über Details kann sie aber nichts sagen. Nur so viel: „Dieses umfangreiche Gutachten wird in den zuständigen Bereichen gesichtet.“ Die Stadt werde dann „mit Nachdruck“ weiter daran arbeiten, dass der Kauf „schnellstmöglich“ realisiert werden könne.

Verkauf des Perlschneiderhofs: Nutzung als soziale oder kulturelle Einrichtung denkbar

Joachim Kilian findet: „Es ist höchste Zeit, dass der Hof gerettet wird. Und es ist wirklich wichtig, dass man dieses Gelände auf der Würminsel der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stellt.“ Einst war dort das Reichlbad, welches seinen Betrieb laut Haider in den 1950er-Jahren eingestellt hat. Stadtrat Tobias Ruff spricht dem 1770 Quadratmeter großen Areal, das an den Pasinger Stadtpark angrenzt, eine wichtige ökologische Bedeutung zu. Er schlägt unter anderem vor, die ursprüngliche Ufervegetation wiederherzustellen und alte Obstsorten, die vom Aussterben bedroht sind, dort wieder anzupflanzen.

Kilian verweist auf den steigenden „Bedarf an sozialen und kulturellen Einrichtungen“ im Münchner Westen. Für diverse Nutzungsideen hat Sonja Haider auch schon potentielle Kooperationspartner – von der Volkshochschule über das Ebenböckhaus bis zur Pasinger Fabrik – im Blick.

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