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Stadt wendet sich an VHS und ans Einkaufszentrum am Oertelplatz ‒ was die Centerleitung dazu sagt

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Von: Ursula Löschau

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Eine Untermenzinger Schülerin wünscht sich ein Kino in Allach. Das Einkaufszentrum am Oertelplatz sei der optimale Ort dafür.
Eine Untermenzinger Schülerin wünscht sich ein Kino in Allach. Das Einkaufszentrum am Oertelplatz sei der optimale Ort dafür. © Ursula Löschau

Eine Schülerin schriebt dem BA einen Brief mit dem Wunsch nach einem Kino im Viertel. Der stößt auf Unterstützung, doch der anvisierte Standort sagt den Plänen ab.

München / Allach ‒ Ein Kino für Allach-­Untermenzing: Das wünscht sich unter anderem die Untermenzinger Schülerin Livia Markmann. Und ihr Vorstoß fällt bei der Stadt auf fruchtbaren Boden. Das Kulturreferat hat ihr jetzt geschrieben und erklärt, welche Möglichkeiten es sieht, die Idee zu unterstützen.

Ausgangspunkt für Livia waren leerstehende Geschäfte im Einkaufszentrum Evers am Oertelplatz und die Tatsache, dass es im Stadtbezirk kein Kino gibt. In einem Brief an den örtlichen BA schlug die Neunjährige deshalb vor, im Evers ein Lichtspielhaus zu eröffnen. Sie bot sogar an, eine Spendenaktion dafür zu organisieren. Die Viertelpolitiker fanden die Kino-Idee grundsätzlich gut und baten ihrerseits das Kulturreferat um Hilfe.

Kino für Allach: Haus in Allacher Einkaufszentrum geplant

Wie einem Brief der zuständigen Abteilung an Livia und den BA zu entnehmen ist, ist nun Folgendes geplant: Die Stadt wird sich mit der Leitung des Allacher Einkaufszentrums in Verbindung setzen und anbieten, bei Interesse Kontakte zu Kinobetreibern herzustellen.

Zusätzlich wird das Kulturreferat die Volkshochschule, die oberhalb des Einkaufszentrums eine Außenstelle hat, anschreiben. „Vielleicht können sie eine Filmreihe machen, das wäre immerhin ein Anfang“, schlägt das Referat vor und bestätigt Livia gegenüber: „Es wäre jedenfalls gut, wenn ihr in der Nähe mehr Möglichkeiten habt, ins Kino zu gehen.“

Die Verwaltung erklärt im selben Brief aber auch, warum sie selbst nicht so einfach Kinos betreiben oder fördern kann. „Damit es fair zugeht, darf die Stadt nicht dem einen Kino das Geld für die Miete geben und dem anderen nicht. Darum ist es für uns schwierig, Kinos zu unterstützen.“ Zudem würden viele Leute Filme heute lieber im Fernsehen oder im Netz schauen, anstatt ins Kino zu gehen. „Und darum lohnt es sich für viele Betreiber nicht mehr“, erklärt das Kulturreferat die Zusammenhänge.

Centerleitung bedauert: Bauliche Voraussetzungen sind nicht gegeben

„Vom Engagement und der Kreativität der Schülerin Livia Markmann begeistert“ ist auch Björn Alexander Kirschsieper, Center Manager im Evers. Allerdings sieht er keine Möglichkeit, die Idee dort umzusetzen. Auf Hallo-Anfrage erklärt er: „Wir haben selbstverständlich den interessanten Vorschlag von Livia geprüft.

Für ein Kino sind bauliche Voraussetzungen erforderlich, die das Evers leider nicht bieten kann.“ Dazu gehörten „sehr große und vor allem tiefe Räumlichkeiten, die über mehrere Geschossebenen miteinander verbunden sind“.

Kirschsieper hat Livia und ihre Familie jedoch eingeladen, um ihr Einblicke in die Funktionsweise einer solchen Handels­immobilie zu bieten. „Vielleicht inspiriert das die Schülerin ja zu alternativen Ideen“, sagt der Evers-Chef.

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