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Weil eine Unterführung für den Stadtteil noch dauert, fordert der BA Sofortmaßnahmen 

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Auf dem schmalen Gehweg an der Lochhausener Straße wird es häufig eng.
Auf dem schmalen Gehweg an der Lochhausener Straße wird es häufig eng. © Andreas Schwarzbauer

Lochhausens Bürger sorgen sich um die Sicherheit der Schulkinder. Der jetzige Schulweg sei an vielen Stellen zu unsicher. Wo nachgebessert werden soll:

Lochhausen Parkverbote, ein Geländer am Gehweg, ein Tempolimit sowie eine Einbahnregelung sollen den Schulweg für die Lochhausener Grundschulkinder sicherer machen. Dies hat der örtliche Bezirksausschuss auf Antrag der Grünen beschlossen. Schon seit längerem kämpfen Bürger und Viertelpolitiker gegen die Gefahren auf dem Schulweg. Vor allem für die stark befahrene Lochhausener Straße müssten rasch Lösungen gefunden werden.

Der Bezirksausschuss fordert daher, in Richtung A99 den Radweg zwischen Tankstelle und S-Bahn-Station auf die Fahrbahn zu verlegen. Dafür müssten die Parkplätze auf dem rechten Seitenstreifen wegfallen. Zudem hält das Gremium zwischen Tankstellen-Ausfahrt und Ranertstraße ein Geländer am Gehwegrand für sinnvoll. Außerdem soll das Mobilitätsreferat eine Tempo-30-Regelung auf der Lochhausener Straße prüfen. Für die Schussenrieder Straße wünscht sich der BA eine Einbahnregelung. Dies seien nur Sofortmaßnahmen und keine langfristige Lösung. Ziel sei vielmehr eine Unterführung unter der Lochhausener Straße hindurch.

Mehr Sicherheit für Lochhausens Schüler: Hier sehen Bürger Handlungsbedarf

Die Bürgervereinigung Lochhausen-Langwied (Lola) hatte sich bei einem Ortstermin mit Vertretern der Stadtverwaltung noch mal dafür starkgemacht. Die Lochhausener Straße teile das Stadtviertel. Kinder, die im Süden wohnen, müssten die stark befahrene Verkehrsachse queren, um zur Grundschule im Norden zu gelangen, erklärt der Lola-Vorsitzender Jürgen Umseher. „Der immense Durchgangsverkehr ist aber eine große Gefahr für die Sicherheit.“

Verschärfend hinzu käme: Den schmalen Gehweg entlang der Straße müssten sich die Schüler mit Radlern teilen, die oft mit hoher Geschwindigkeit bergab zum Bahnhof unterwegs seien. „Bei 25 000 Autos täglich auf der Lochhausener Straße ist eine Unterführung die einzige Chance, diesen Ort wieder zusammenzubringen“, betont er.

Mehr Sicherheit für Lochhausens Schüler: Die Pläne für einen möglichen Tunnel

Der Tunnel könnte vom Wiedehopf- zum Schubinweg verlaufen. Die Stadt könnte ihn durch den Erdwall führen, der die große Hochbrücke abstützt. Die Vertreter der Stadtverwaltung zeigten sich aufgeschlossen dafür. Eine Machbarkeitsstudie habe gezeigt, dass diese Unterführung grundsätzlich möglich sei, meinte Stefanie Wolf vom Mobilitätsreferat. Allerdings müsse man sich das städtische Grundstück am Wiedehopfweg hinsichtlich seiner Biotop-Eigenschaft und der Bäume genauer anschauen. Um weitermachen zu können, sei zunächst ein Auftrag des Stadtrats nötig. Diesen will das Referat im ersten Halbjahr 2023 einholen.

Aber auch bei einem positiven Votum wird das Projekt nicht so schnell Realität. „Bis zu einer möglichen Umsetzung dauert es sicherlich noch fünf Jahre – optimistisch betrachtet“, sagt Justus Hoffmann vom Mobilitätsreferat. Für Umseher ist das immerhin „ein Flämmchen am Ende des Tunnels“.

Das sagen die Fraktionen zum Tunnel

Die Grünen-Stadträtinnen Julia Post und Sofie Langmeier teilten mit, dass die Unterführung viele Gefahrenstellen in Lochhausen beseitigen würde. Heike Kainz (CSU) sprach sich ebenfalls dafür aus. Nur Christian Müller (SPD) zeigte sich nicht vollends überzeugt. Es stehe außer Frage, dass die Schulwegsicherheit verbessert werden müsse. „Skeptisch bin ich ob der vermeintlich segensreichen Wirkung einer Unterführung: Ich kenne keine, die gerade auf dem Schulweg stringent genutzt wird.“ Sollte dies aber die beste Möglichkeit sein, werde die SPD zustimmen. 

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